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359
Date: Fri, 31 Dec 2004 01:19:38 +0100 (MET)
Subject: Leserforum

Hallo Ihr Lieben,

"Sandra Wiedmer" aus der Schweiz schrieb in dem Beitrag # 341: ... Habt den Mut und die Kraft, damit aufzuhören. Diese Medikamente führen uns in die Hölle!"

In einem anderen Beitrag las ich von schrecklichen Erfahrungen in psychiatrischen Krankenhäusern.

Auch ich war 6 Wochen in einem psychiatrischen Krankenhaus. 3 Wochen auf der Intensivstation und 3 Wochen in einer Offenen Station. Ich habe auch Schlimmes erlebt während dieser Zeit. Von der geschlossenen Station flüchtete ich einmal während eines Spazierganges von einem umzäunten kleinen Gelände. Ich nahm Anlauf und kletterte so über den Zaun. Meine gerade anwesende Mutter versuchte mich noch zurückzuhalten, was ihr mißlang.
Auf der anderen Seite des Zauns wurde ich dann von einem Pfleger in den Schwitzkasten genommen und an mein Intensivbett fixiert. Ich wurde später nochmals fixiert, weil man glaubte, ich wollte im Speisesaal mit Eiern werfen. Auch ich bekam Haldol und lief herum wie ein amerikanischer Sheriff bei einem Duell. Ich brauche vielen von Euch nicht Weiteres zu erzählen. Ihr wißt, was dort alles so geschieht.

Ich möchte aber zu Sandras Aufforderung die Medikamente wegzulassen folgendes sagen: Ich habe während meiner 17-jährigen Leidenszeit (zugegebenermaßen litt ich nicht die ganze Zeit) schon einige Male die Medikamente reduziert und auch schon wenige Male ganz weggelassen. Diese zum Teil manchmal voreiligen Reduzierungen wurden mir oft zum Verhängnis und endete dann oft damit, dass ich danach für einen gewissen Zeitraum wieder sehr, sehr viel mehr Tabletten einnehmen mußte als vor der Reduzierung.

Selbstverständlich ist es besser wenn man keine oder nur sehr, sehr wenig Medikamente einnehmen muß, aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich nur mit Hilfe dieser Medikamente wieder in so guter Verfassung bin, wie ich in meinem Beitrag mit der Nummer 357 geschrieben habe. Die vielen zum Teil hochdosierten Medikamente habe mich schon mehrmals von weiteren Einlieferungen gerettet und ich war oft sehr dankbar dieses sog. "Gift" einnehmen zu dürfen. Schlimmes habe ich erlebt während meiner akuten psychotischen Phasen und die Einnahme von Tabletten war immer meine Rettung.

Nein, ich verfluche sie nicht, diese Tabletten, wenngleich ich überglücklich wäre, keine mehr einnehmen zu müssen, bedeutete dies dann für mich, dass ich mich dann selbst als gesund bezeichnen könnte. Obwohl meine Krankheit (definiert durch Tabletteneinnahme!) nun schon 17 Jahre andauert, haben mir Reinhard und Georg in Ihren Beiträgen Mut gemacht, mithilfe von Psychotherapie vielleicht ganz von den Tabletten wegzukommen. Und noch einmal: "Gott sei Dank, dass es solche Psychopharmaka gibt."

Ähnlich denke ich über die psychiatrische Klinik in der ich war. Gott sei Dank, dass es sie gab! In den ersten beiden Tagen nach meiner Einweisung in die Geschlossene, durfte ich mit meiner Mutter für 30 Minuten draußen im Freien sitzen. Natürlich vollgepumpt mit Haldol. Und was soll ich Euch sagen. Nach kurzer Zeit sagte ich meiner Mutter, dass ich schnell wieder zurück muß auf die Station, weil sehr große Angst in mir aufkam. Gott Lob gibt es sie, diese verdammten Anstalten, in die ich hoffentlich nie wieder zurück muß und seit 17 Jahren auch nicht mehr war.

Ich möchte allen, die wegen ihre Psychose tief in Schwierigkeiten stecken sagen, dass sie die Hoffnung nie aufgeben sollen. Ich habe einmal irgendwo gelesen: "Wenn Jesus noch einmal auf die Welt kommen müßte und sich einen Weg aussuchen könnte, den er zu gehen hätte, er würde sich wohl den steinigsten aussuchen." Auch ich bin einmal als Jesus einen steinigen Weg gegangen. Ja, Georg, ich bin in der Lage, dieses Gefühl, am Kreuz zu hängen, nachzuempfinden. Und es ist genau diese "Vulnerabilität" die ich nachempfinden kann. Ich habe gelitten wie ein Hund und bin jetzt doch trotz allem so glücklich und stolz. Gerade deshalb. Ich habe keine Angst mehr irgendetwas zu erleiden, denn ich glaube bereits alles durchlitten zu haben. Meine Psychose und das Leiden danach hat mich stark gemacht mit den Schwierigkeiten des Lebens fertig zu werden. Nur vor einem habe ich Angst: vor einer Psychose.

Als ich die Beiträge die hier veröffentlicht wurden las, wurde ich betroffen, von so viel Leid. Besonders leide ich mit den Kindern und Jugendlichen mit, die in Ihren jungen Leben solche Qualen zu ertragen haben. Meine guten Wünsche nützen leider nichts, aber es sind Kinder und Jugendliche die mir am Herzen liegen, die oft unschuldig von Erwachsenen in diese Pein getrieben werden. Jetzt fange ich an pathetisch zu werden und höre deshalb auch gleich auf mit meinem Beitrag.

Alles Gute,
Erwin
Erwin771@gmx.de


358
Date: Wed, 29 Dec 2004 23:38:48 +0100 (MET)
Subject: Beitrag #338 von Reinhard u. #356 von Georg

Hallo Bodo, Georg und Reinhard,

erklärend möchte ich gleich zu Anfang hinzufügen, dass ich genauso gut Georg und Reinhard persönlich hätte schreiben können, dies aber deshalb nicht tue, da ich annehme, dass die Anderen aus unserem öffentlichen Schriftwechsel Informationen ziehen können. Ich hoffe, Bodo, das ist in Deinem Interesse bzw. trifft auf Dein Verständnis. Ich bin neu hier und kann es nicht lassen, mich gleich auszutauschen. Habe also alles noch nicht so richtig studiert. Wenn nicht, Bodo, dann lass es mich wissen.

Reinhold, Dein Beitrag mit der Nummer 338 vom 25. April 2004 lässt mich neu darüber nachdenken, ob ich mich in eine Psychotherapie begeben soll. Du schreibst von Eltern-Kind-Beziehung, Milieu usw.. Ich bin natürlich nicht ganz so dumm, nicht zu wissen, dass die Kindheit mit ins Erwachsenenleben hineingenommen wird. Du beendest Deinen Artikel mit dem Satz:
"...Eingeständnis, des psychischen Reparatursystems, dass eine Charakteränderung mittels Traumbotschaften so einfach nicht mehr möglich ist." Georg schreibt in seinem Beitrag mit der Nummer 356 vom 10.12.04, dass er kürzlich eine Psychotherapie begonnen hat und er neue Erkenntnisse gewonnen hat.

Nun habe ich auch schon oft darüber nachgedacht, mich in eine solche Therapie zu begeben, wurde aber von meinem Arzt ausdrücklich vor Rückfällen gewarnt, die von solchen therapeutischen Gesprächen herrühren können. Er gab ein Beispiel von einem Patienten den er persönlich kannte, der, auch bedingt durch seine Sensibilität, nach einem aufwühlenden Gespräch, Selbstmord beging. Mein Arzt meinte, schlimme Erlebnisse werden wieder zurück ins Bewußtsein geholt und können deshalb die Psychose wieder aktivieren. Genau davor habe ich Angst und das ist der Grund, warum ich mich immer wieder gegen eine Therapie entschieden habe, obwohl ich schon 2 Mal auf dem Stuhl von 2 verschiedenen Therapeuten gesessen habe und mich nach einem Einführungsgespräch wieder gegen eine Therapie entschieden habe.

Kurze Erklärung zu meiner Situation: Ich bin seit 14 Jahren wieder in Arbeit, verdiene den Umständen entsprechend gut (Durchscnitt), habe gute Arbeitsbedingungen und nette Kollegen. Meine private Situation ist ausgezeichnet. Habe Ehefrau und 1 Tochter, keine Schulden usw.. Also alles bestens. Aber... ich muß noch Tabletten nehmen. Mein letzter Rückfall ist ca. 4 Jahre her. Ich wechselte vor ca. 1,5 Jahren in diese Stelle und seitdem geht es mir immer besser, so dass vielleicht die Möglichkeit besteht irgendwann mal ganz von den Tabletten loszukommen.

Warum schreibe ich also hier und was sind dann meine Probleme?

Ich schreibe wegen Euren beiden Beiträgen. Mir wurde wieder mal deutlich, dass ich trotz der guten Lage, in der ich mich befinde, eigentlich ein verhaltensgestörter Mensch bin. Verglichen mit vielen anderen bin ich eigentlich jemand, der an sich und andere höchste moralische Ansprüche stellt. Sie sind so hoch, dass fast alle diesen hohen Ansprüchen nicht gerecht werden können und ich sie, so denke ich, sie deshalb fast hasse bzw. verachte. Wohlgemerkt, es sind alles liebe, nette Kollegen. Und das ist nicht ironisch gemeint.

Ihr ahnt es schon: ich hasse mich selbst.

Ich glaube ich muß mir nur die Gelegenheit geben, etwas dagegen zu tun. Ja, nachdem ich Eure Beiträge gelesen habe, denke ich wieder daran vielleicht doch eine Therapie zu beginnen.

Was Du geschrieben hast, Georg, dass sich Ereignisse, Empfindungen, Handlungen, auf den Stoffwechsel auswirken, das glaube ich fast auch.

Also, auf dass ich mich ändere und vielleicht so auf meinen Stoffwechsel Einfluß ausüben kann. Dass ich es vielleicht schaffe irgendwann ohne Medikamente auszukommen und Frieden finde, mit all den netten Leuten. Der einzige, der gegen mich arbeitete war ich selbst gewesen.

Ich fühle mich fast schuldig nun auch nur geklagt zu haben aber ich denke, dass ich ein andermal auch was Konstruktives zur Lösung von Problemen beitragen kann.

Alles Liebe
Erwin
Erwin771@gmx.de


357
Date: Mon, 27 Dec 2004 20:52:22 +0100 (MET)
Subject: Beitrag von Georg

Hallo Georg,

Ich leide, oder soll ich sagen "litt" ? seit 17 Jahren an einer endogenen Psychose. Es war für mich sehr interessant von Dir zu lesen, dass Du es als durchaus positiv bewertest, diese "Verletzlickeit" zu besitzen. Du weist darauf hin, dass man dadurch die Möglichkeit hat tiefer zu fühlen als andere. Ich habe das bis jetzt noch von niemandem gehört. Aber gedacht habe ich das schon oft. Das ist durchaus positiv, "erleben" wir doch vieles, was andere erst gar nicht bemerken. Diese Übersensibilität jedoch ist meiner Ansicht nach aber auch mit der Auslöser dieser Krankheit. Sicherlich bin ich "reicher" als viele andere. Reicher an Empfindsamkeit, reicher an Sensibilität, Vorstellungskraft, Gefühlen, Ideen, Liebe usw... Wir erleben Dinge, die andere nicht erleben dürfen oder können. Darin liegt aber auch die Gefahr. Kennst Du den Spruch "Intelligenz säuft - Dummheit frisst"? Was denkst Du, warum Intelligenz säuft? In extremen Situationen verschmelzen Gegensätzliches. Wo ist die Trennung zwischen Liebe und Hass, zwischen Schmerz und Genuss? Wann ist etwas sehr heiß oder sehr kalt? Wann hört Vergnügen auf und wann beginnt die Qual?

Manchmal frage ich mich, wie es wohl sein muß - als Mensch, der nichts im Kopf hat außer Bier und Fußball, Autos und Sport. Mann, wäre das Leben einfach. Wenn ich nun die Wahl hätte, im Nachhinein tauschen zu können - nein, ich würde das nicht tun!

Am Anfang meiner Leidensgeschichte, sagte mein Arzt zu mir: "Sie können doch stolz sein, dass sie in der Lage waren eine Psychose zu bekommen. Nicht jeder kann das!" Es gäbe einiges dazu zu sagen; und irgendwann werde ich es hier vielleicht auch schreiben. Eigentlich bin ich stolz auf mich. Stolz, so viel empfunden und erlebt zu haben.

Lieber Georg, ich hoffe etwas zu dem gesagt zu haben, was Dich bewegt.

Liebe Grüße
Erwin,
Erwin771@gmx.de


356
Date: Fri, 10 Dec 2004 13:27:51 +0100 (MET)
Subject: Leserforum

Hallo Bodo, hallo Leute,

ich hatte ja im Frühjahr versprochen, zu berichten, was mir eine Psychotherapie bringt. Mittlerweile habe ich einige Sitzungen hinter mir und bin sehr froh, dass ich einen guten Therapeuten gefunden habe. Bis jetzt sind mein Therapeut und ich ziemlich sicher, dass wir die angesprochenen Probleme lösen können. Also nichts mit unerklärlicher Stoffwechselstörung, sondern realer Hintergrund in der persönlichen Entwicklung. Wir sind auch zu dem Ergebniss gekommen, dass sich die aufregenden "Erlebnisse" in der Psychose sehr wohl auf den Stoffwechsel auswirken und somit auch erklärbar sind. Soviel zum Therapieanfang.

Jetzt möchte ich noch einiges zur Vulnerabilität als Krankheitsmerkmal loswerden. Wenn man Vulnerabilität mit Verletzlichkeit, also einer besonderen Empfindlichkeit in seinen Wahrnehmungen übersetzt, ist dies doch eigentlich eine schöne Gabe. Wenn ich gemäß dieser "Verletzlichkeit" tiefer als andere Menschen empfinden kann, wird das Leben doch eigentlich bereichert - es stimmt evtl. die Verarbeitung dieser Eindrücke nicht richtig, was zur Psychose führen kann. Ich schreibe dies, weil ich sehr neugierig bin, wie andere darüber denken. Daher wäre ich froh, wenn Ihr Euch im Forum oder privat dazu äußern würdet. Ich wünsche allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

Mit besten Grüßen
Georg

jogis1@gmx.de


355
Date: Thu, 18 Nov 2004 23:53:58 +0100
Subject: Leserforum

Der Traum des Lebens soll beginnen.

Wenn du dir eines Tages anfängst dir dein Leben zusammenzuträumen dann ist der erste Schritt zu dir selber geschafft. Man könnte sich auch fragen was ist notwendig um die Realität zu beherrschen, denke nicht zusehr darüber nach laß es einfach geschehen.

Du darfst dir von niemandem deine Ideen ausreden lassen, das ist der größte Fehler, den du machen kannst. In wirklichkeit sind die anderen Menschen neidisch darauf auch wenn du einfach dich in einem Tagtraum aus der Realität ausklinkst. Stell dir doch einfach mal vor das um uns herum existiert gar nicht und jeder Mensch wird niemals dich und deine Wahrnehmung so empfinden können wie du selber. Du bist ganz alleine ein Produkt deiner Phantasie sowie die Welt um dich herum kann sich wie von alleine verändern so daß es dir von nutzem ist. Sie besteht nämlich aus purer Energie sie wird sich allerdings niemals an deinen Geist anpassen können denn wenn dem so wäre dann nimmst du keinen Unterschiede mehr zwischen Traum beim Schlafen -und der Wirklichkeit wahr. Das ist mir schon passiert - das erstaunliche ist ich darf mein Leben und die Mittel die mir zustehen seit dem selbst auswählen. Denn ich bin ausgestöpselt worden. Die Schwierigkeit anschließend bestand darin, dass ich Schmerzem hinten links spürte scheinbar ist es mir gelungen die Erbauer von dieser Welt dazu zu bewegen, dass ich keiner Bestimmung mehr folgen muss was sich ja aus der Reeinkarnation aufschlüsselt. Ich musste allerdings zustimmen das ich davon niemandem da erzählen darf. Ich darf über die Fremden die sich nicht zeigen wollen nur in Romanform schreiben weil ihnen das als einzige Methode erscheint damit ich keine Probleme bekomme von meinen Mitmenschen. Jemand könnte ja auf die Idee kommen das ich psychisch krank geworden bin und ich darf dann nicht mehr über mein eigenes Leben bestimmen oder nur begrenzt unter Tabletteneinnahme müßte ich dann in einem Krankenhaus verbringen ohne weiter am Leben teilhaben zu können. Ich würde mich damit selbst ruinieren.

Ich möchte weiter so existieren dürfen wie ich das für richtig halte es gibt nur sehr wenige Menschen die so leben dürfen wie ich in dem Bewußtesein daß das Leben so wie ich es kannte gar nicht mehr existiert. Die Menschen kennen leider nur Ihren begrenzten Input ich darf nur deshalb über meine eigenen Gedanken bestimmen weil es meine Aufgabe ist ihnen mitzuteilen was sie zwar wissen sollen aber nicht in dieser Relität erahnen können.

Die Energien für alle Menschen sind vorhanden, die gelben sind gefährlich. Mit Lichtquellen hängen auch keine Autosuggestionen zusammen sie verdeutlichen einem nur wo man gerade vorhanden ist. Das ist von den Terrestrischen Lebensformen erwünscht sie wollen nichts böses sie wollen nur das jedem Menschen bewusst ist dass jeder Moment des Lebens für einen geschaffen worden ist. Kunstvoller geht es nicht einen Moment zu gestalten. Niemand ahnt oder weiß etwas davon dass alles schon im vorhinein geschaffen wurde, die Naturkatastrophen werden aufhören sobalde die Menschen ihnen dafür dankbar sind. Sie wollen nichts böses ihre Kraft erwächst nur aus den freundlichen Gedanken der Menschen dadurch kann diese Symbiose bestehen. Sie können mir nur noch helfen durch ihre Gedankenübermittlung dass die Apokalypse aufgehalten wird. Es besteht noch Hoffnung, keine Angst es ist noch nicht zu spät.

Die Naivität der Menschen ist unglaublich geworden sie meinen für alles Verständniss aufbringen zu müssen und die eigenen Gedanken zu spiegeln um herauszufinden wo bei einem der Schwachpunkt ist in Wirklichkeit bringen sie mich dazu mich zu ängstigen. Sie haben keine Anung was sie damit bewirken denn sie denken alle im Bausteinprinzip. Jeder hat verschiedene Eigenarten sich antrainiert alle erwarten daß diese Akzeptiert werden. Es besteht nur ein Problem sie versuchen einen zu manipulieren durch einfaches Spiegeln der Mimik und Gestik um einen fertig zu machen. Das ich sie schon lange durchschaut habe ist ihnen nicht bewußt aber daß ich Paranoia bekomme wenn ich ihre Reaktion versuche zu verstehen um ihnen eventuell behilflich zu sein ist ein Teufelskreislauf und keine ausweglose Situation. Es kann nämlich ein Realitätsverlust durch positive Gedanken die dadurch negativ manipuliert werden können entstehen dieser Verantwortung ist sich kein Mensch bewußt.

Die Frage ist, was ist Realitätsverlust: Die eigene Wahrnehmung wird ja durch Gedanken gesteuert und so bald man sich vor anderen Menschen ängstigt geschieht es, Man sollte meinen der andere würde sich ängstigen das bin ich aber selber. Niemand möchte mir dabei helfen jeder denkt nur an sich und versucht nicht zu verstehen wieso ein anderer Mensch auf die ein oder andere Art und Weise auf einen Reagiert. Dadurch dass den Menschen nicht bewußt ist daß sie nicht nur die eigenen Gedanken wahrnehmen dadurch lösen sie unter Umständen eine Kettenreaktion aus was Hitler verstanden hat zu manipulieren, - während sie auf einen reagieren indem sie Gefühle spiegeln oder Gedanken. Diese treffen im freien Raum des eigenen Geistes nämlich auf das eigene Unterbewußtsein. Dieses liefert Gründe dafür warum das so ist weil ausschlagebend ist dass Selbstzweifel inspirieren können das heißt jeder Gedanke findet in der Wirlichkeit statt als Reaktion des Unterbewußtsein auf das Bewußtsein. So etwas wie ein kollektives Unterbewußtsein gibt es nicht, es sein denn, man läßt sich durch die Medien manipulieren. Deswegen ist für mich Fernsehen tabu.

Niemand ahnt was für Machenschaften dahinter stecken... Das Fernsehen und Computerspiele können dazu führen das ein Mensch sich für immer und ewig in seine Gedankenwelt verbannt wird ohne wiederkehr. Insbesondere die Manipulationstechnicken der Werbeblöcke die mit Absicht dazwischen geschaltet werden. Weil ja anschließend die Emotionen durch die tollen Filme stimuliert werden. Diese Filme nutzen die einfache Technick des Gedankenspiegelns um einem vorzugaukeln daß das Leben doch wunderbar sei. Auf diese Weise funktioniert das Bausteinprinzip der Gesellschaft wo niemand mehr fragt ob es verkehrt sei sich nur mit Konsum zu beschäftigen. Dadurch dass die Menschen durchs Fernsehen abstumpfen hören sie auf, ihre eigenen Gefühle nach aussen hin zu zeigen. Sie haben Angst dass ihr Gedankenkonstrukt ihrer Phantasie zusammen fallen könnte. Mal abgesehen daß die Multimediale Welt einem die Zeit vom eigenen Leben stehlen soll. Diese Legion der Funktionierenden Menschen läßt sich doch viel leicher Steuern und unter anderem von der Regierung dazu benutzen, abkassiert zu werden. Ist doch egal. alle Leben das nach was einem alle Menschen suggerieren wollen und niemand versteht noch den Sinn des Lebens. Außer vielleicht die Amischpeople in Amerika.

E-Mail: (aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht)


354
Date: Thu, 18 Nov 2004 11:53:04 +0100 (MET)
Subject: Leserforum

Hallo,

habe schon x viele medis ausprobiert, auch immer wieder für ein paar jahre keine genommen. habe gerade wieder eine schlechte phase und mein neuer arzt hat mir eine probepackung von "abilify" gegeben. es war kein beipackzettel dabei, so dass ich im internet gestöbert habe. sie sind ganz neu auf dem markt und scheinen wirklich gut zu sein. habe mir auch beiträge in anderen foren angesehen und alle, die dieses medikament bekommen, scheinen wirklich zufrieden zu sein. ich muss sagen, ich merke - bis jetzt - auch keine nebenwirkungen. anfangs habe ich zwar ziemlich viel geschlafen, aber ich glaube, das lag daran, weil ich mich beruflich und privat sehr ausgepowert habe.

Im gegensatz zu den anderen atypischen neuroleptika hemmt es eine erhöhte dopaminzufuhr und andererseits führt es dopamin zu, wenn der spiegel sinkt. daher hat man auch keine antriebsschwäche und depressive verstimmungen. leider hat dieses medikament einen nachteil: es ist sehr teuer. ich bin mal gespannt, ob meine krankenkasse die kosten übernimmt, da ich nicht privat versichert bin! im internet stand, dass eine packung mit 49 Stück über 500 EUR kosten.

LG, Mrs. Sun


353
Date: 08 Nov 2004 21:06 GMT
Subject: Leserforum

Hallo, mein Name ist Dreamy und ich bin schon eingetragen seit 1998. Meine e-mail Anschrift hat sich fortwährend geändert. Ich hoffe das passiert jetzt nicht mehr...
Ich bin Ende 1996 an einer Psychose erkrankt und habe viele Medikamente genommen. Sei es Leponex, Zyprexa oder Zeldox.

Ich kann nur eins mit Sicherheit sagen. Kein Medikament hat mir so geholfen wie seinerzeit Solian und später Sulpirid. Ich behaupte immer Sulpirid hat mich "geheilt", denn ich kann wieder voll am Leben teilhaben und fühle mich fast wie zuvor. Inzwischen ist es soweit dass ich 25 mg Sulpirid nur noch nehme wenn mein Körper grossen Stresssituationen ausgesetzt ist. Um wieder voll am Leben teilzuhaben arbeite ich nun als selbständiger kaufmännischer Assistent und habe sogar eine eigene Homepage errichtet.

Mein Wunsch ist es wieder so fit zu werden dass es alles einfach funktioniert. Nur wenn da nicht noch der Wunsch nach einem festen Partner wäre. In meiner letzten Mann-Mann Beziehung ist alles gut gelaufen und in dieser Zeit war ich fit wie nie zuvor. Ich hoffe dass ich bald einen Mann finde mit dem ich mein Leben teilen kann. Ja dann dürfte nun nach 8 Jahren mein Leben endlich wieder im Reinen sein und ich dabei glücklich werden. Das wäre doch alles ganz toll. Oder??? Ich denke mal dass ich bei diesen Psychosen einerseits sehr viel Glück hatte und auch ein sehr gutes Medikament!!!

Wenn Ihr mir mal schreiben wollt, meine e-mail: Dreamland71@aol.com


352
Date: Wed, 27 Oct 2004 16:36:55 +0200
Subject: Stichwort Leseforum

Hallo Bodo,

bin bei beim stöbern im Internet auf deine Seite gestoßen. Finde es sehr gut von Menschen zu lesen, die ähnliches wie ich durchlaufen haben.

Ich bin auch an einer Psychose erkrankt. Diagnose paranoide halluzinatorische Schizophrenie. Meinen ersten Psychose Schub hatte ich am 16.04.03, nach einer 17stündigen Irrfahrt durch ganz Deutschland und ein Teil von Österreich bis ich keinen Ausweg mehr sah und mir an beiden Handgelenken versucht hab die Pulsadern zu öffnen. Zum Glück hat es nicht geklappt, hab mir nur einige Sehnen meiner Finger durchtrennt. Das volle Programm Stimmenhören, es seien überall Kameras versteckt, die Medien seien manipuliert und auf mich zugeschnitten, die ganze Welt würde auf mich schauen. Vielleicht erzähle ich meine paranoide Geschichte mal irgendwann. Seitdem war ich 22 Wochen in der Psychiatrie und hatte drei weitere Rückfalle. In der Psychiatrie wurde mir nicht wirklich geholfen. Wurde voll gepumpt mit Medikamenten Haldol, Levompromazin, Zyprexa, Akineton, Neurocil und Tavor und stand völlig neben mir, wurde ans Bett fixiert weil ich einen Rückfall in der Psychiatrie hatte, man kommt sich vor wie der letzte Dreck. Bekomme heute noch 15 mg Zyprexa angefangen mit 30mg. Mir geht es heute nicht schlecht, bin allerdings noch sehr antriebslos und stecke mir keine Ziele mehr und mach eine ziemliche Schlafphase durch (schlafe ca.14 Std am Tag). Ist diese Antriebslosigkeit nach einer so schweren Psychose normal und das man soviel schläft??

Gruß Kruste

Email: saskruse@t-online.de


351
Date: Tue, 21 Sep 2004 15:56:36 +0200
Subject: Leserforum

Hallo

ich wollte hier an Kitty und an die Mutter mit Zuschrift vom 27 July etwas schreiben.

Ich habe schon oft in dieses Forum geschrieben mein letzter psychiatriekritischer Beitrag war allerdings ohne meinen Namen, ich habe mich über dass, was ich in der Psychiatrie erlebt habe, so aufgeregt, dass ich eben vergessen habe meinen Namen unter den Beitrag zu setzen.

Also erstmal in der Psychiatrie wird der wissenschaftliche Fortschrift auf dem Gebiet der Psychotherapie ausgegerenzt, die einseitige Medikamentenlösung ist auf Dauer schlimm.

Ich persönlich suche Zuflucht in sogenannten Aussenseitertherapien, für mich ist dass gut, weil es schneller hilft und ich nicht die finanziellen Mittel habe, einen guten Psychologen privat zu finanzieren.

Ich möchte sagen, was wir denken und glauben, hängt stark von unserer zeitgeschichtlichen und kulturellen Eingebundenheit ab, was hier in Deutschland vielleicht für viele eine Zumutung für ihren westlich geprägten Verstand sein mag, ist 11 Flugstunden von hier ein völlig normales Weltbild.

Therapeuten die zum Beispiel auf Basis von Chakren oder Reinkarnationstherpie arbeiten, sind auch hier anzutreffen und teilweise erfolgreich, ein paar Flugstunden entfernt in Asien wäre eine solche therapeutische Idee für niemanden eine Überforderung.

Ich persönlich bin zu einem Arzt in Frankfurt gegangen der nach einem Nahtoderlebnis zum spirtuellen Heiler wurde, auch in der Literatur sind viele solcher Lebensgeschichten glaubwürdig belegt, auch dass sich Menschen durch ein Nahtoderlebnis sehr verändern.

Dann war ich noch beim bekanntesten brasilanischen Geistheiler Jose, als er in Deutschland war, zumindest haben mich diese beiden Besuche soweit gebracht, dass ich mit sehr schwachen Medikamenten ein normales Leben führen kann.

Ich weiß, dass viele einen solchen Weg nicht akzeptieren können, wie ich ihn ging, aber wie auch immer ihr diese Krankheit bewältigt, ich würde jedem raten, sich nicht auf das zu verlassen, was das Gesundheitswesen veranstaltet und es wird auch vieles ausgegrenzt, was nach Stand der Dinge Schulmedizin ist, wie fortschrittliche Psychotherapie wie die systemische oder auch der sehr effektive Weg den Hellinger und seine Schule gegangen sind.

Deshalb wollte ich Kitty sagen, wenn du die Medikamente weglässt, such dir im therapeutischen System eine Alternative, das ersatzlose Weglassen birgt ein hohes Risiko vielleicht doch einzubrechen und der Mutter eines Betroffenen würde ich das gleiche raten, sich kritisch über Alternativen zum bestehenden Gesundheitswesen zu informieren.

Mein Weg war eben mein Weg, ich denke jeder muss seinen Weg finden, aber es gibt viele, sehr viele Möglichkeiten mehr als der Kreislauf der Drehtürpsychiatrie, den dieses Gesundheitswesen traurigerweise veranstaltet.

Zuschriften an mich sind möglich an Renaldo63@yahoo.de

Renald


350
Date: Sat, 18 Sep 2004 18:55:44 +0200
Subject: Leserforum

Hallo Bodo,

die Stichwortsuche finde ich echt gut. Ich würde sie gerne noch um zwei Wörter erweitern. Nämlich mit "Arthur Janov" und "Urschmerz". A. Janov ist der Autor des Buches "Der Urschrei". In diesem Buch erklärt er die Entstehung von Neurosen und Psychosen aufgrund von Traumata während der Geburt und in der frühen Kindheit. Wenn bestimmte Gefühle wie Furcht und Schmerz, die aufgrund von seelischen Verletzungen entstehen, nicht gelebt werden dürfen, dann entwickelt der Mensch durch Verdrängung ein irreales Selbst. (Das kleine Kind verleugnet seine Gefühle -sein reales Selbst- und wird ein anderer - nämlich das, was seine Eltern erwarten. Seine Neurose bzw. die Psychose die erst später entsteht ist ein Abwehrmechanismus.)

  Dieses irreale Selbst vermeidet die Bewußtwerdung des Urschmerzes mittels neurotischer und psychotischer Abwehrmechanismen. Wenn man diese Traumata mittels Urschreitherapie aufdeckt und den zugrundeliegenden Konflikt bewußt werden läßt dann hat das reale Selbst die Möglichkeit den so entstandenen Urschmerz bewußt zu erleben und dadurch den Konflikt aufzulösen.

Wenn der Urschmerz sehr groß ist und nicht im Unbewußten gehalten werden kann, droht er hervorzu brechen. Um dies zu verhindern, schaltet sich die Psychose oder die Neurose als Abwehrmechanismus ein. Das heißt der Betroffene wird psychotisch oder entwickelt ein neurotisches Handlungmuster. Janov schreibt dass Psychotiker einen größeren Urschmerz haben als Neurotiker.
Deshalb kann die Behandlung eines Psychotikers die doppelte oder dreifache Zeit erforden wie die Behandlung des Neurotikers.

Die Art der Psychose hat immer etwas mit der Art und Weise der Entstehung des Urschmerzes zu tun.Zum Beispiel wird derjenige, der es nicht ertragen kann, seine entsetzliche Einsamkeit zu fühlen, jemanden erfinden, der ihn ständig beobachtet. Was die imaginäre Person denkt, ist symbolisch für seine Gefühle.
Ein Paranoider könnte zum Beispiel glauben, daß eine Kellnerin etwas Schlechtes von ihm denkt. Von diesem Mann haben vielleicht in seiner Kindheit die Eltern immer Schlechtes gedacht, so daß er lernte, vorsichtig zu sein, um ihre psychischen Schläge abzuwehren. Diese Vorsicht kann so lange angehalten haben, bis er auch dann Schmerz erwartet, wenn es ihn gar nicht gibt, die Erinnerung an die Vergangenheit, die die Gegenwart überlagert, verleiht seinen gegenwärtigen Reaktionen eine bizarre Qualität. Diese bizarre Qualität ist die Unfähigkeit, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen innen und außen zu unterscheiden.

Das Buch mit seinen interessanten Fallbeispielen und Aussagen von Betroffenen ist weit aus verständlicher als o.g. stark verkürzte Erklärung.

Kitty


349
Date: Sat, 18 Sep 2004 17:32:44 +0200
Subject: Leserforum

hallo,
ich habe 6 jahre lang täglich 3 joints (cannabis) geraucht und habe von einem tag auf den anderen aufgehört. nach ca. 7 tagen ging es mir sehr schlecht (panikattacken, starke unruhe, schwitzen und ich war davon überzeugt sterben zu müssen.) und ich bin freiwillig in die psychiatrie gegangen.

in der psychiatrie wurde ich auf depressionen behandelt ( tgl. 15mg zyprexa, 150mg saroten und 3mg tafil). nach einem 13wöchigen aufenthalt ging ich zu einem psychiater der mir sagte, diese könne auch eine entzugspsychose nach absetzen von cannabis sein.

hat jemand von euch erfahrung mit entzugspsychosen oder mit absetzen von cannabis? über zuschriften würde ich mich freuen (bitte im forum platzieren)

vielen dank luis


348
Date: Thu, 09 Sep 2004 19:32:36 +0200
Subject: Leserforum

Hallo Bodo,
hier als Anhang die Geschichte der Verletzungen, die zu meiner Krankheit führten.
Viele Grüße, Erica
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I. Traumatisierungen

Wenn es um meine Erkrankung geht, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Aber wenn ich so in mich hineinblicke, sehe ich, wie sich meine Eltern streiten: Mein Vater drückt meine Mutter gegen den Schlafzimmerschrank, ich sitze auf dem Ehebett und halte meine kleine Schwester, die noch ein Baby ist, im Arm. Nachmittags lief der Fernseher und die Abende waren voller Anspannung. Einmal hat mein Vater meine Mutter gegen die spitze Ecke des Hängeschranks in der Küche gestoßen, so daß sie geblutet hat. Voller Angst blickte ich auf das Küchenbesteck und besonders auf die Messer: eines Tages würden sie sich noch gegenseitig umbringen. Doch dies geschah nicht. Eine Kristallvase fiel aus dem dritten Stock auf das Straßenpflaster, die Wohnung sah aus wie ein Schlachtfeld und am nächsten Tag - ich hatte noch die Zahnbürste in der Hand und war noch nicht angezogen - hieß es, wir ziehen aus. Was dann begann, war eine Odyssee durch die Großstadt Turin, von Verwandten zu Freunden, in die Wohnung einer Bekannten und schließlich in ein Mutter-Kind-Heim. Wir lebten in Angst: Meine Mutter war von der Vorstellung vereinnahmt, mein Vater ließe sie durch die Mafia verfolgen und wolle ihre Kinder entführen. Blaß und dünn waren Monica und ich geworden.
So kamen wir also nach Deutschland.

Es hatte auch schöne Zeiten in Italien gegeben, doch von diesen wollte meine Mutter nun nichts mehr wissen. Alles verblaßte allmählich: die Horrorfilme, die wir im Fernsehen konsumiert hatten, die Angewohnheit meines Vaters, zum Erschrecken seiner Familie auf Balkonbalustraden zu balancieren und manches mehr. Wir begannen von vorn, gesellschaftlich und sprachlich. Während zwischen meinen Eltern der Kalte Krieg herrschte, gingen meine Schwester und ich in die Schule - sie in die Grundschule und ich jetzt auf das Gymnasium -, wo ich bald wieder genauso gut wurde wie früher.

Ich hatte die Sprache meiner Kindheit verloren, von meinen Seelenqualen, der inneren Anstrengung, alles Frühere zu verdrängen, die Sehnsucht nach den alten Freunden ahnte wohl niemand etwas. Schulische Erfolge, neue Kontakte, doch innere Leere. Mit vierzehn Jahren begann ich, Querflöte zu spielen; dies unterstützte mein Selbstbewußtsein und gab mir ein Ventil für meine Gefühle. Ich war ein begabtes, kreatives Kind. Was sich in der Bobinger Zwei-Zimmer-Wohnung herausbildete, war das enge Gefüge einer Restfamilie, eingefroren im Schock des Erlebten. Es vergingen Jahre bis wir wieder nach Italien fuhren. Kurz vor meinem Abitur aber fühlten wir uns verantwortlich, nach Turin zu reisen: Mein Vater hatte einen Verkehrsunfall gehabt und lag im Krankenhaus. Unter der großen Anspannung einer unbewältigten Vergangenheit fuhren wir also hin. Meine Mutter redete wieder von Mafia. Ich fand meinen Vater als einen schmächtigen, hilflosen Mann wieder, weit entfernt von Gewalt und Aggression. Das Gefühl einer großen Sinnlosigkeit überkam mich, warum war alles so mit Schrecken erfüllt gewesen?

Die Studienzeit kam und mit ihr meine erste große Liebe. Ich sprach zum ersten Mal mit jemandem über meine Kindheit. Mit Hilfe meines Freundes traute ich mich auch, meinen Vater zu treffen. Ich wollte meine Geschichte aufarbeiten und deshalb studierte ich auch Deutsch und Italienisch. Es ging darum, meine zwei auseinandergebrochenen Hälften wieder miteinander zu versöhnen - so dachte ich mir wenigstens. Daß ich irgendwie traumatisiert war, war mir durchaus bewußt.

II. Das Jahr meiner Psychose

Meine Psychose war geprägt von einer Mischung aus Mystik und Sexualität, später kamen Minderwertigkeitskomplexe hinzu. Aber eigentlich fing es schon Jahre früher mit einem ständigen Angespanntsein, mit Rückenschmerzen, Ohrengeräuschen und einer allgemeinen Überempfindlichkeit an. Ich zog mich allmählich zurück.

Und dann kam die erste Halluzination. Wir hatten ein Chorkonzert und ich sollte „Sende dein Licht...“ singen. Nun: ich sah dieses Licht tatsächlich und gleichzeitig war ich fest davon überzeugt, bei meinem Chorleiter eine Erektion bemerkt zu haben. Ich war von diesem Erlebnis abgestoßen und verstört. Ein halbes Jahr lang geschah dann nichts.

Im Herbst aber, ich hatte gerade eine neue Stelle bekommen und fühlte mich etwas unter Druck, fand das Chorwochende statt. Mein Blick traf einen anderen Blick: Sie hinterließen beide eine Leuchtspur, im Treffpunkt beider sprühten Funken. Ich fühlte mich an Darstellungen der unbefleckten Empfängnis Marias erinnert, wenn der Heilige Geist sie als Leuchtstrahl berührt. Zwei Wochen lang konnte ich nicht mehr richtig schlafen. Ich kam zu der Überzeugung, in meinen Chorleiter verliebt zu sein, und als er dann zufällig ein Stück namens „Lobpreis der Liebe“ austeilte, war dies die Bestätigung aller meiner Befürchtungen. Ich fühlte mich von ihm und den anderen Chormitgliedern verfolgt. So ging es das ganze Jahr über. Dabei funktionierte ich aber äußerlich weiterhin normal, ich unterrichtete, bekam sogar eine freie Mitarbeit bei einer Zeitung. Im Sommersemester wurden dann meine Gedanken immer lauter und verdichteten sich schließlich zu Stimmen. In der Unterrichtspause hörte ich eine Kollegin herrüberrufen: „Wir machen hier ehrlichen Unterricht, und nicht mit unserem Körper!“ Die Kolleginnen schienen in der Pause von mir wegzurücken. Ich meinte, ich könnte die Gedanken meiner Teilnehmer lesen, und von der Fachbereichsleitung fühlte ich mich beobachtet. Am letzten Tag des Kurses in der Uni riefen mir Stimmen deutlich zu, das sei alles nichts gewesen. Der Abschluß bei der Akademie war eine große, verschlossene Tür, vor mir bewußt zugeschlagen. Beim letzten Konzert vor der Sommerpause sah ich das Kruzifix übergroß auf mich zukommen. Ich hatte auf einmal die Fähigkeit, jede einzelne Chorstimme zu unterscheiden.

Mit der Sommerpause wurde es nur noch schlimmer. Ich konnte überhaupt nicht mehr schlafen, es war eine unheilvolle Mischung aus Euphorie und Depression. Beim Hausarzt berichtete ich, bei einer Sekte gelandet zu sein, doch er verschrieb mir nur Baldrian. Kurz bevor meine Schwester und ich nach Italien fahren sollten, hörte ich dann nächtelang Musik in meinem Kopf. Da mußte doch jemand unter meinem Fenster ein Radio eingeschaltet haben, mit Absicht, um mir zu schaden! Ich bekam es mit der Angst zu tun. Schließlich sah ich in halluzinatorischen Farben, im Halbschlaf, das Gebäude, von dem sich vor Jahren eine geisteskranke Bekannte hinuntergestürzt hatte. Ich fühlte mich aufgefordert, es ihr gleichzutun. An diesem Punkt beschloß ich, daß ich Hilfe brauchte, und rief mitten in der Nacht meine Schwester an. Mit dem nächsten Zug fuhr ich zu ihr. In Erlangen angekommen, dachte ich nur noch daran, zum Arzt zu gehen, um Erlösung von meinen Qualen zu finden. Ich hatte seit Wochen kaum geschlafen und gegessen. Der Therapeut verschrieb mir Perazin, erklärte aber nichts, sondern fragte mich immerzu nach meiner Mutter. Eine letzte Halluzination sollte mich noch plagen: Ich hatte im Schlaf das Gefühl, mir würde ein Dolch ins Herz gestoßen; die Chorleute waren wieder da, als Hexen und Teufel. Ich dachte an Roman Polanskis „Rosemary`s baby“. Sechs Wochen verbrachte ich dort, ich schlief und schrieb im Freibad Gedichte. Meine Schwester lieh sich bei einem Kommilitonen ein Psychiatrie-Handbuch aus. Ich wollte es nicht wahrhaben, aber alles paßte: Schizophrenie.

III. Claus

Als ich meinem Freund am Telephon von meiner Psychose berichtete - denn ich wußte ja nun, woran ich litt -, erklärte er mir, es sei besser, wir würden uns nicht mehr sehen. Er wolle nicht für meine Krankheit verantwortlich gemacht werden. Das war der ohnehin fällige Schlußpunkt unter eine sieben Jahre dauernde, wechselvolle Liebe.

Wir hatten uns beim Theaterspielen kennengelernt und waren auch auf der Bühne ein Paar. Ich war ganz hingerissen von der Vorstellung, daß sich Fiktion und Wirklichkeit überlagerten. Nach einem erlebnisreichen Jahr beim Studententheater fand ich die Kraft, von zu Hause auszuziehen. Die Zeit im Studentenwohnheim wurde die bisher ausgeglichenste und schönste Zeit in meinem Leben. Ich studierte, lernte neue Leute kennen und sah meinen Freund, meistens Mittwochs und am Wochenende. Wir fuhren auch gemeinsam in Urlaub. Doch nach zweieinhalb Jahren bekam die Beziehung einen ersten Riß: Er fuhr mit seiner besten Freundin weg - und nicht mit mir. Eine Woche lang war ich wie gelähmt, ich schrieb ihm einen haßerfüllten Brief. Sigrid hatte ich gleich an dem Tag kennengelernt, als wir uns zum ersten Mal küßten. In der Uni aber grüßte sie mich nicht, sie schien nichts von mir wissen zu wollen, ich dachte an Rivalität. Was sich wirklich zwischen den beiden abspielte, blieb für mich im Dunkeln, belastete mich aber zusehends. Ich stürzte mich in die Arbeit, ich hatte die Vorstellung, von einem Praktikum in Kolumbien niemals wiederzukommen.

Doch ich kam wieder. Claus war sichtlich reservierter geworden, hatte noch weniger Zeit als früher; was dahinter steckte, begriff ich erst, als ich schon krank war: Aus dem platonischen Zusammensein mit der besten Freundin entwickelte sich allmählich etwas anderes. Wir hatten auch vorher schon oft über sein Dilemma, zwischen zwei Frauen zu stehen gesprochen. Jetzt schien sich die Sache zu entscheiden, und zwar nicht zu meinen Gunsten. Wir sahen uns immer weniger, und mir ging es mit der Zeit immer schlechter, auch wenn dies für Außenstehende nicht sichtbar war. Ich wohnte auch nicht mehr im Wohnheim, sondern allein in einem Appartementhaus. Im Sommer 2002 teilte er mir dann mit, daß er mit seiner Freundin gemeinsam ein Haus bauen wolle. Wenn ich es gefühlsmäßig aushielte, könne ich ja auch dort wohnen. Er zeigte mir sogar das Grundstück, ich fühlte mich einer Ohnmacht nahe, doch ich ertrug alles. Inzwischen wohne ich in einer anderen Stadt und wir haben uns ein paar Mal wiedergesehen. Vor drei Wochen sagte er mir am Telephon, daß er heiratet, doch eigentlich nur wegen des Hauses: ich sei die große Liebe seines Lebens.

Ich bin froh, daß ich woanders lebe und eine neue Beziehung habe. Einen solchen Zwiespalt hält niemand auf die Dauer aus. In der Psychotherapie sagte man mir, meine sei eine typische double-bind-Beziehung gewesen: Der andere läßt nicht los, läßt einen aber auch nicht an sich heran. Man schwankt ständig zwischen den Polen „himmelhochjauchzend“ und „zum Tode betrübt“. Lange Zeit bildete ich mir ein, ich könnte aus Frustrationserlebnissen Kraft und Motivation gewinnen, doch es kostet einfach nur Energie und man wird davon unglücklich. Wie oft habe ich geweint, wenn er schon gegangen war, weil er „keine Zeit“ mehr hatte! Noch heute fühle ich manchmal großen Schmerz, daß die Beziehung zu Ende geganden ist, auch wenn es letztendlich keine ungewöhnliche Geschichte mit einem ebensowenig ungewöhnlichen Ausgang war.

IV. Meine Mutter

Meine Mutter war die erste Person, der ich die Schuld an meiner Psychose zuschrieb. Ich las im Internet, daß die Erkrankung dann entstünde, wenn die Mutter-Kind-Einheit nicht aufgehoben würde und immer weiter fortbestehe. Ich dachte an ihre Dominanz, an ihre Eigenheit, für sich selbst Objektivität zu beanspruchen. Ferner seien Rollenkonflikte mit im Spiel, nämlich dann, wenn man als Ersatzpartner herangezogen würde. Hatte sie mich nicht stets schon wie eine Erwachsene behandelt und mir Verantwortung aufgebürdet? Die meisten meiner Mitpatienten in der Tagesklinik hatten Schwierigkeiten mit ihren Müttern. Doch hat die Theorie der schizophrenogenen Mutter wirklich Bestand? Ich weíß es nicht.

Seit März 2003 wohne ich nun wieder bei meiner Mutter, die vor fast fünf Jahren nach Bielefeld gezogen ist. Ihr Umzug hat mich sehr belastet, eine Zeitlang redete sie fast ausschließlich davon. Der Wechsel erschien mir wie Verrat an meiner Heimat Augsburg. Während meiner Abschlußprüfungen zogen nun meine Mutter und meine Schwester weg, ich fand mich alleine wieder. Ich geriet immer tiefer in innere Isolation. 2001 erschien mir mein Leben vollends zu einem schlechten Roman zu werden: Meine Eltern heirateten wieder. Aus finanziellen Erwägungen - mein Vater war nahe am Sterben - hatte meine Mutter diesem Vorschlag nachgegeben, zwanzig Jahre nach der Scheidung. Meine Welt war vollends aus den Fugen.

Das Verhältnis zwischen meiner Mutter und mir war von Spannungen begleitet gewesen. Sie redete und ich stand daneben, eine ganze Jugend lang. Ich fühlte mich unterdrückt. Als ich mit dem Abiturzeugnis nach Hause kam, war ihr trockener Kommentar lediglich: „Und warum ist es keine 1,0?“ Anstatt Lob für eine gute Note zu bekommen, erntete ich Spott und Lieblosigkeit. Sie nahm meine Leistungen einfach nicht zur Kenntnis, war überfordert von Beruf und Alleinerziehung. Ich wollte weg und fand den Absprung nicht. Der Haß wuchs, ich konnte mich zu Hause nicht mehr konzentrieren und ertrug ihre Taktlosigkeiten nicht mehr. Als ich schließlich auszog, sahen wir uns nur noch selten. So studierte ich eigenständig und ohne die Unterstützung meiner Eltern.

Doch meine Mutter hatte nicht losgelassen. Als sie wegzog, wollte sie uns mitnehmen wie einst von Italien nach Deutschland. Meine Einwände, ich hätte doch am Ort Bekannte, wischte sie einfach weg: „Ach was, Bekannte!“ Meine Wohnung hatte sie mit den Worten „Eine Klitsche - und viel zu teuer!“ abgetan. Jetzt auf einmal, ich war 26 und meine Schwester 22, begann sie, ein familiäres Nest zu bauen. Dazu kam die finanzielle Belastung, die sie mit den Schulden auf sich nahm, so etwas wäre früher für uns niemals in Frage gekommen. Ich hatte sparsam studiert und nebenzu gearbeitet, jetzt sah ich wie sie für ihr eigenes Projekt Geld mobilisieren konnte. Wieder einmal überkam mich das Gefühl einer großen Sinnlosigkeit.

Daß ich nun zu ihr gezogen bin, ist große Ironie des Schicksals. Ich sah aber keinen anderen Ausweg mehr. Die Arbeit wurde mir zu viel, ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, auf der Straße hatte ich Orientierungsschwierigkeiten. Ich habe inzwischen meine eigene Wohnung aufgelöst, praktisch alles, was ich mir erarbeitet und aufgebaut hatte. Bei meiner Mutter brauche ich nichts zu machen, sie nimmt mir alles ab: Einkaufen, Kochen, Saubermachen. Ich bin ihr dankbar dafür, und dafür, daß ich einen Ort gefunden habe, an dem ich mich von meinem Lebensstreß erholen kann.

V. Einsichten

Meine Krankheit heißt paranoid-halluzinatorische Psychose, aus dem schizophrenen Formenkreis. Das lernte ich aus dem Buch von Paul Bäuml; die Diagnose bei meiner Ärztin schwarz auf weiß zu bekommen, erschütterte mich dennoch. Inzwischen verbrachte ich drei Monate in der Tagesklinik; dort lernte ich andere Menschen kennen, die das gleiche Leiden haben. Außerdem besuchte ich eine Pegasus-Gruppe, wo ich meinen jetzigen Freund traf. Ich finde, ich habe bei meinem Krankheitsverlauf noch Glück gehabt, es hätte schlimmer kommen können. Ich mußte auch nicht in stationäre Behandlung, bisher jedenfalls nicht.

Seit einem guten Jahr sind die Stimmen verschwunden, mit ihnen ist allerdings auch die Lebensenergie versiegt. Seit zwei Jahren habe ich einen enormen Schlafbedarf, weshalb ich einen Versuch zu arbeiten abbrechen mußte. Ich fühle meine schweren Glieder, Spazierengehen ist schon eine Anstrengung. Es ist unklar, ob der Zustand mehr auf die Krankheit selbst oder auf die Medikamenteneinnahme zurückzuführen ist. Davon probierte ich allerdings eine Menge aus, darunter Perazin, Zyprexa, Solian, Seroquel und schließlich Fluanxol, bei dem ich blieb. Entweder wirkten die Medikamente nicht, machten unerträglich müde oder waren gänzlich unangenehm in ihrer Wirkung. Während der Psychose hatte ich nach und nach abgenommen, jetzt nehme ich permanent zu. Seit sieben Monaten pausiere ich nun schon und mein Gesamtzustand verbessert sich nur schleppend. Daß ich meine Erfahrungen überhaupt aufschreiben kann, empfinde ich bereits als Leistung.

Die meisten Menschen halten das für real, was sie in der Psychose erlebt haben. Bei mir ist es nicht so. Etwa ein halbes Jahr nach dem akuten Zustand begannen wirkliche und phantasierte Ereignisse auseinanderzufallen. Die psychotischen Erlebnisse haben eine andere Farbe als die anderen; sie haften allerdings sehr stark in der Erinnerung. Ich glaube nicht, daß sich die Psychose bei mir wiederholen wird, dafür bin ich jetzt zu gut darüber informiert, was ich bei ersten Anzeichen, Frühwarnzeichen, tun muß. Außerdem lasse ich mich in regelmäßigen Abständen bei der Psychiatrischen Ambulanz in Bethel beraten.

Mein ganzes Umfeld in Bielefeld besteht aus Menschen mit Psychosen, aber ich halte den Kontakt zu früheren Freunden, Mitschülern und Mitstudenten. Während ich mich früher mehr über äußere Dinge unterhalten habe, suche ich nun wesentlichere, persönliche Gespräche. Ich habe aus der Psychiatrie gelernt. Mein Freund hat den Kontakt zu früheren Bekannten ganz aufgegeben, mit seiner Mutter möchte er nichts mehr zu tun haben. Er sagt, das sei für ihn die einzige Möglichkeit, von seinen Erlebnissen loszukommen.

Warum wird man krank? Und warum bin ausgerechnet ich krank geworden? Vielleicht weil ich von Haus aus schüchtern und sensibel war, dazu kamen freilich psychosoziale Faktoren, die mir schadeten: eine zerrüttete Familie, Heimat- und Sprachverlust, Leistungsdruck. Ich kann nicht alles auf eine Erbanlage schieben. Es hat Jahre gedauert, in denen sich die Krankheit anbahnte, jetzt dauert es ebensolang, bis sie ausheilt. Wenn ich ganz genau in meinem Gedächtnis forsche, finde ich psychotische Augenblicke schon in meiner Jugend. Oder schon 1996 im Urlaub, als ich eigentlich glücklich war.

Alles, was ich aufgeschrieben habe, ist aus der Sicht der Krankheit geschrieben. Menschen mit Psychosen haben meiner Meinung nach zwei parallele Biographien, einmal ihr alltägliches, reales Leben und einmal die Geschichte ihrer Erkrankung, also alle die Äußerungen, die verletzten, und die Geschehnisse, die schmerzten. Letzteres habe ich hier zusammengefaßt. Trotz meiner postpsychotischen Depression habe ich die Hoffnung auf Besserung nicht aufgegeben. Eine Freundin sagte mir gestern: „Warte ab, deine Zeit wird kommen!“.


347
Date: Sat, 28 Aug 2004 11:40:01 +0200
Subject: Schwangerschaft trotz Psychosegefahr

Hallo Ihr Lieben,

ich bin 31 Jahre und hatte schon mehrere Psychosen hinter mir. Zur Zeit nehme ich 200 mg Solian als Erhaltungsdosis. Möchte die Tabletten jedoch in einem Jahr absetzen. Ich möchte so gerne schwanger werden habe jedoch Angst wieder eine Psychose zu bekommen um dann wieder Medis nehmen zu müssen.

Hat von Euch jemand Kinder bekommen trotz Psychosegefahr oder hat jemand eine Psychose während der Schwangerschaft entwickelt. Was habt ihr dann unternommen und wie ist es Euch ergangen. Welche Medikamente darf man in der Schwangerschaft einnehmen? Über Antworten würde ich mich sehr freuen, da es im Internet kaum Info`s dazu gibt. Vielen Dank im Voraus!

Kitty

Bodo:
Kitty, schau doch mal auf meine
Linkseite unter Information - Psychopharmaka, da findest Du was zur Schwangerschaft (psychiatrie.de)!


346
Date: 31 Jul 2004 12:49 GMT
Subject: Kein Betreff

Hallo,

ich bin der Sohn einer kranken Mutter, ich bitte um Hilfe oder um Ratschläge...

Meine Mutter ist geistig gestört sie leidet unter Wahnvorstellungen und macht Selbstgespräche ihr Hausarzt kann ihr auch nicht helfen, wie denn, auch er kennt diese Krankheit nicht, aber er hilft uns auch nicht. Warum, weiß ich auch nicht. Ich denke sie muss in professionelle Behandlung, sie war schon mal in einer Anstalt in Gütersloh, als sie nach Hause kam, war sie wieder normal, aber nach ungefähr 2 Jahren trat die Krankheit noch mal auf...
Als ich sie damals besucht habe, hat man sich um sie überhaupt nicht gekümmert, man hat ihr Tablleten gegeben, aber meine Mutter hat ein wenig getrickst und hat ein Teil der Tabletten nicht eingenommen... Ich kann es nicht verstehen wie ein Mensch 24 Stunden am Tag reden kann, wenn es nur ein Tag wäre...., aber es geht jeden Tag so. Aber keiner denkt an uns, wie wir Kinder das alles ertragen müssen... Mein Mutter ist geschieden. Meine Mutter denkt das sie vollkommen gesund ist, sie denkt dass sie völlig normal wäre, sie lässt sich aber auch nicht freiwillig helfen, ich denke man muss sie dann zwangsweise einweisen oder so... Das geht schon ungefähr 22 Jahre, so weit ich das weiß. Sie isst nur Weißbrot, sie vermeidet Schwarzbrot einzukaufen, da sie denkt, dass das Gift wäre. Ich hoffe dass mir jemand helfen kann bzw. meiner Mutter, ich meine das kann doch nicht so weiter gehen, ich würde mich freuen wenn mir jemand helfen könnte, ja ich weiß nicht, wenn es sinnvoll ist diesen Text zu veröffentlichen, dann tut es, aber nur wenn meine Mutter vielleicht dadurch geholfen werden könnte...


345
Date: 27 Jul 2004 / 18:18
Subject: Leserforum

Hallo,

Alexander, den ich geboren habe am 5.10.85, hat eine Psychose mit schizophrenem Formenkreis, und wird das zweitemal behandelt in der Westfälischen Klinik in Gütersloh. Das erstemal war er in Hamm, damals 17jährig. Diese Psychose kann aufgetreten sein aufgrund von Rauschgift, aber auch dadurch, dass das Gehirn nicht so arbeitet wie bei uns.

Alexander hatte von 1992 - 1995 eine Epilepsie. Jetzt wird Alexander mit Zyprexa, Solian und Trevilor behandelt. Ich habe das Problem, dass ich da herzlich wenig eingeweiht werde und ich mich ganz hilflos fühle. Alexander wohnt bei mir, ich soll und muss mit ihm umgehen, unser Verhältnis war schon immer nicht einfach. Ich bin getrennt lebend, die Begegnung zwischen mir und dem Vater ist problematisch.

Alexander hat in seiner Entwicklung einiges versäumt. Vielleicht war ich wirklich overprotected (überfürsorglich), aber das tut nicht soviel zur Sache. Mich stört einiges in der Klinik, z.B. dass die Ärzte gewechselt haben, dass die Medikamenteneinnahme jetzt wieder von vorn beginnt: Erst nur Zyprexa, dann Solian dazu, und jetzt noch Trevilor. Mit mir spricht keiner, ich befürchte viele Nebenwirkungen oder dass Alexander wieder Epilepsie bekommt, ich fühle mich schlecht.

Und ich suche nach einem Ausweg. Es gibt auch andere Kliniken (anthroposophische z.B.) die Organe behandeln mit Wickeln etc., Heileurythmie und Kunsttherapien machen aus einem inneren Verständnis heraus, was mehr ist als nur Beschäftigung. Ich bin sehr im Zwiespalt mit allem. Vielleicht sollte ich eine Lebensgemeinschaft aufmachen, wo der Mensch und sein Anderssein mehr geachtet wird, wo man anders lebt als mit den vielen Medien und vieles andere mehr. Das sind nur angedachte Dinge, die aber noch weiter gedacht werden können und sicher viele positive Aspekte haben. Jetzt muß ich weg, ich wäre dankbar, wenn jemand antworten würde.

Danke Elkecheyenne


344
Date: Wed, 21 Jul 2004 09:46:37 +0200 (MEST)
Subject: Beitrag Leserforum

Liebe Leute,

Zum einen möchte ich allen Betroffenen, die zur Zeit einer der vielen Raucherecken unserer vielgeliebten Psychiatrien sitzen und auf ärztliche Segnung warten, alles Gute wünschen: Meine zweite Einweisung ist jetzt 14 Monate und sechs Tage her, und obwohl ich noch Medikamente nehme, steh ich wieder mitten im Leben, nehme wieder ab und fühl mich wohl. Das hätte ich noch vor einem halben Jahr nicht für möglich gehalten. Also lasst Euch Raum und Zeit. Nichtraucher mit eingeschlossen.

Zum anderen möchte ich betroffene Schizophrene, die während der Krankheit mit religiösen Themen zu tun hatten, um Rat fragen: Meine Mutter, die vor 15 Monaten ihre Erstmanifestation hatte und in den letzten zwei Monaten ihre Medikamente drastisch reduziert hat, beschäftigt sich wieder extrem mit dem Koran (sie ist Muslimin) und sucht dort nach Erklärungen, vielleicht auch nach dem Sinn ihrer religiösen Erlebnisse während der Krankheit. Ich bin kein gläubiger Mensch, und habe daher kein Recht ihren Glauben anzugreifen. Aber von meinem eigenen Rückfall weiß ich, dass die Grenze bzw. die Entgrenzung von „Wahrheit“ und psychotischem Erleben vor allem dann abschmilzt, wenn man sich wieder in die vergangenen Erlebnisse hineinsteigert und versucht, ihnen Sinn zu geben, gleich mit welchen Mitteln. Auch wenn Psychosen unmittelbar mit seelischen Traumata zusammenhängen, und es ist eine zentrale Streitfrage, ob das so ist, so macht es doch trotzdem wenig Sinn, seine Zeit damit zu verbringen, Psychose und „Alltag“ miteinander in Einklang zu bringen und psychotisches, also wie auch immer gestörtes Erleben als für sich selbst sinnbehaftet zu konstruieren. Ich halte dies zumindest nicht für eine notwendige Bedingung, um mich selbst als Ex-Irren eher zu akzeptieren. Und ich propagiere sicher nicht das medizinische Diktum, alles auf sich beruhen zu lassen und wegzubetonieren, um ja keinen Rückfall heraufzubeschwören. Eine solche intensive Auseinandersetzung mit sich selbst geschieht automatisch und ist essentiell für das eigene Selbstvertrauen, aber bitte: Religiöse Botschaften sind verschriftet. Sie existieren nicht als quasi-esoterische Botschaften, die man während einer Psychose empfängt und die daher einen Sinn hätten. Wer das glaubt, ist der Psychose näher als dem Alltag, und ich halte eine Psychose nicht für einen erstrebenswerten Zustand. Sie ist eine Krankheit aufgrund seelischer und stoffwechselbedingter Störungen, nach einer Definition meines Arztes ein Albtraum im Wachzustand (nicht sprichwörtlich gemeint).

Meine Mutter setzt sich nicht gemeinsam mit anderen Menschen oder innerhalb einer Therapie damit auseinander, sondern „schmort im eigenen Saft“: Sie unterscheidet kaum zwischen psychotischen Erleben und religiöser Überzeugung, und obwohl sie sachlich und intelligent argumentiert, habe ich Angst, dass sie sich auf einem schmalen Grad bewegt. Ich habe bereits mehrere Male über Stunden hinweg versucht ihr klarzumachen, dass man, meiner Meinung nach, während der Psychose eine veränderte Realität erlebt und sowohl Sinneswahrnehmungen als auch inneres Erleben so interpretiert, dass es einem selbst verständlich erscheint. Aber trotz dieser Verständlichkeit bleibt das meiste Lüge und Täuschung.

Ich wäre für Anregungen, vor allem aber für Literaturhinweise dankbar: Sachliche und unsachliche, wissenschaftliche und persönliche, vor allem aber gut lesbare Darstellungen über religiöse Thematiken im psychotischen Erleben, die mir und meiner Mutter weiterhelfen können.

Danke Euch,

Ibo


343
Date: Wed, 23 Jun 2004 12:27:11 +0200
Subject: Leserforum

Hallo,
ich bin auf der Suche nach Menschen, die mir über ihre
Benzodiazepin-Abhängigkeit vor der Kamera erzählen können, wie sie
draufkamen und wie wieder runter, wenn gewünscht auch anonym.
Wir können für die Interviews eine kleine Aufwandsentschädigung zahlen.
Sie sollen in einem Film für Arte und das ZDF über Schlafmittel und
Medikamentensucht gezeigt werden.

Herzliche Grüße
Valentin Thurn
Hintergrund Journalisten-Büro
Mauritiussteinweg 7
50676 Köln
Germany
Tel. +49 - 221 - 21 44 54
Fax +49 - 221 - 23 99 38
mobile: +49 - 163 - 548 9353
e-mail:
vthurn@compuserve.com
Web: www.vthurn.de


342
Date: Fri, 25 Jun 2004 11:20:07 +0200 (CEST)
Subject: Forum

Ja,

eigentlich wollte ich zunächst rein privat eine Mail an Sandra schreiben, aber nachdem ich jetzt seit 1986 Erfahrung mit der Psychiatrie gemacht habe, will ich meine Meinung zu dem was hier betrieben wird auch öffentlich zur Diskussion stellen.

Was die Ärzte angeht, ich denke in Deutschland ist die Situation noch schlechter als in der Schweiz, ich würde das Wort Therapie als zu hoch gegriffen ansehen, was hier in Deutschland betrieben wird in der Psychiatrie, ist eigentlich nur noch eine Resozialisierungsmaßnahme, jemand der sozial unangepasst war wegen psychischer Störungen, wird zugedämpft bis in die Gesellschaft wieder erträgt, eine Zeitlang in der Klinik verwahrt und beobachtet, so kostengünstig wie möglich, danach funktioniert der Mann oder die Frau wieder eine Zeitlang bis sie wiederkommen in die Drehtürpsychiatrie, das ganze geht einher mit sozialem Abstieg es gibt unglaublich viel die längst keine Arbeit mehr haben (in Deutschland) und von Sozialhilfe oder den Verwandten leben.

Ein sehr interessantes Buch das Psychosen als rein psychotherapeutisch heilbar ansieht ist von einem Münchner Professor (Ruppert) geschrieben worden und heißt "Verwirrte Seelen". Ich sehe vor diesem Hintergrund schon die Möglichkeit, dass Psychosen rein psychotherapeutisch heilbar sind und das angenommen Stoffwechselungleichgewicht kann durchaus eine reine Folge dieser lebensgeschichtlichen psychischen Verwirrung sein, im Gehirn begegnen sich Geist und Materie, dass ein psychischer Ausnahmezustand zwangsläufig auch ein biochemisches Äquvivalent hat liegt auf der Hand, dies ist jedoch kein Beweis für die biologische These.

Die biologische These (Neurotransmitterstoffwechsel) greift zum einen die schwarze Vergangenheit Deutschlands gelungen auf (Erbkrankheit, unnützer Kostenfaktor für die Nazis), weiterhin scheint sie dem kostengedämpften Gesundheitswesen unserer Zeit entgegenzukommen (Pillen statt Personalzeit) und es entlastet die Angehörigen von jeder Verantwortung für krankmachende Strukturen.

"Wer heilt hat Recht ist ein alter Grundsatz der Medizin "daraus folgt aber auch der Umkehrschluss "wer nicht heilt hat Unrecht", ich habe zuviel gesehen um noch an dieses Gesundheitssystem zu glauben, ich bin fest davon überzeugt, nur wer bereit ist selbst Verantwortung zu übernehmen und kritisch auf die weißbekittelten akademischen Eminenzen zu schauen nur der hat wirklich gute Heilungschancen.

Dann wollte ich noch darauf hinweisen dass in Deutschland der Patient auch im Nachhinein kein Anrecht hat in seine Patietenakte einzusehen, dass größte Problem der Psychiatrie, das Machtungleichgewicht zwischen Therapeut und Patient wird damit weiter zementiert, selbst die schlechteste Therapie ist schwer angreifbar, wenn man nichtmal im nachhinein seine Akten einsehen darf.


341
Date: Fri, 18 Jun 2004 09:28:15 +0200
Subject: Leserforum

An Doris (4.6.2004)

Ich habe nach meiner Einweisung in die Klinik im Jahr 2001 zwei Jahre lang Risperdal genommen (12mg zu Beginn und dann runter auf 0.5 mg am Tag) Gegen die Nebenwirkungen wurde ich mit "Akineton" behandelt (wohl nur in der Schweiz erhältlich) Nach vier Wochen Klinikaufenthalt (10 Tage geschlossene Station und der Rest halb-offene ) habe ich mich zwei Jahre lang in Form einer Gesprächstherapie ambulant von einem Psychiater behandeln lassen.

Zu diesem Medikament kann ich nur sagen, mir hat es gut geholfen, doch habe ich 20 kilo Gewicht zugelegt, meine Motorik wurde arg gestört und am Anfang konnte ich nicht schlafen musste starke Schlafmittel nehmen. Doch sonst hatte Risperdal für mich keine schlechten Auswirkungen. Mir wurde auch gesagt, nicht länger wie 3 Jahre dasselbe Medikament!

Seit Oktober 2003 habe ich es auf Eigenverantwortung abgesetzt, ebenfalls die Behandlung beim Psychiater. Ich lebe wieder fast wie früher.

Habt den Mut und die Kraft, damit aufzuhören!! Diese Medikamente führen uns in die Hölle!

Fragt euch: "Geht es mir heute so gut, weil ich gestern Medis genommen habe, oder weil es mir gut geht, weil ich glücklich / zufrieden bin??"

Diese Frage kam bei mir immer öfter, und ich musste es probieren, die Medis abzusetzen! Bis jetzt mit Erfolg, auch wenn mich mein Psychiater nicht unterstützt hat!

----------
Ein kleines Dankeschön
Die Psychiatrie ist wunderschön,
dort kannst Du richtig untergehen.
Oh Personal habt vielen Dank,
Ihr machtet mich erst richtig krank.
Die Krankenkassen zahlen genug,
für diesen miesen Selbstbetrug.
Doch eines solltet Ihr `mal wissen:
Irgendwann weint auch Ihr
in Eure Kissen!
---------
(Zitat, eine Patientin; aus dem Internet)

Ich wünsche euch allen liebe Menschen, die für euch da sind, viel Kraft um den Schritt in ein schönes Leben zu machen und viele sonnige Tage !!

Liebe Grüsse
Sandra Wiedmer, Schweiz
19 Jahre alt

swiedmer@ztonline.ch


340
Date: Fri, 4 Jun 2004 17:33:51 +0200
Subject: Risperdal und Psychose

Lieber Bodo! Liebe Leute!

Zuerst einmal ein großes Lob an das Leserforum und ein DANKESCHÖN für die wirklich hilfreichen Beiträge (e.g. Georg). Ich befinde mich gerade in einer paranoiden Psychose (1.Rückfall) und nehme RISPERDAL 4mg den Tag. Es geht mir wirklich gut damit, und ich wollte fragen, ob jemand Erfahrung damit hat bei Langzeiteinnahme; mein Arzt hat mir empfohlen, diese Neuroleptika in geringer Dosis für 2-3 Jahre zu nehmen, wenn ich nicht rückfällig werden will.

Alles Liebe, vielen Dank
Doris


339
Date: Sun, 9 May 2004 16:30:48 +0200
Subject: Hallo Bodo, hier ein paar Texte fürs Leserforum...

Lieber Bodo,
hier ein paar literarische Texte zum Thema Psychose für dein Leseforum. Ich hatte selber zwei schizo-affektive Psychosen und habe meine Erfahrungen literarisch verarbeitet. Vielleicht kannst du ja mit den Texten etwas anfangen. Dein Forum ist echt klasse. Bin heute darauf gestoßen. Werde bald mehr lesen.
Liebe Grüße Patina (mein Nickname)
weiteres unter
www.textfetzen.de

Ein perfekter Tag

Nach einer halb schlaflosen Nacht zersprang die Saite. Die Geige hatte ihre Melodie nach einem abrupten Seufzer ausgesetzt und die zerissene Sehne hing leblos herab. Das geliebte Instrument brachte keine Töne mehr hervor. All die Melodien, die sie gespielt hatte, waren verloren. Unwiederbringlich geschenkt an einen Traum, der im Unterbewußtsein gefangen schlief. Wer könnte jemals die schönen Melodien der Geige zurückbringen? Der Traum war schuld. Im Halbschlaf gefangen, ging sie ins Bad. Befremdet bestaunte sie ihr Gesicht im Spiegel. Sie war noch schöner geworden. Das zarte Oval des Gesichts schimmerte porzellanfarben. Sogar die Narbe auf der Stirn, die eine kleine Diagonale zog, hatte heute ihre eigene Schönheit. An anderen Tagen hatte sie die Narbe leicht mit Make-Up betupft, aber heute, so befand sie, wurde die Narbe ihrer Nacktheit gerecht. Sie schien das Gesicht in seiner Zerbrechlichkeit noch mehr zu betonen. Die klaren blauen Augen waren von leichten Schatten umrandet. Aber wurden jene nicht gerade dadurch in ihrer Schönheit untermalt? Vielleicht war die Saite doch nicht zersprungen? Zarte Melodien klangen in der Ferne. Die Traumbilder wichen erschreckt zurück.
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Clarissa

Ich hielt den Mantel in der Hand. Bereit zu gehen. Dann schaute ich auf das Kleidungsstück. War das mein Mantel? Ich hatte einen dunkelblauen, aber der war schwarz. Ich betastete meine Bluse. Der Stoff war anders, als der den ich gewohnt war. Ich betrachtete die Hose. Hatte ich jemals Hosen mit so einem großen Schlag getragen? Und die Schuhe! Vorne spitz zulaufend. Die würde ich niemals tragen. Von denen würde ich Blasen bekommen. Mein Blick wanderte in die Küche. Ein Bild fiel mir entgegen. Ein fescher junger Mann mit einem Besen in der Hand und daneben ein Schneemann. Was hatte dieses Bild in meiner Küche zu suchen? Ich kannte diesen Mann nicht, der sich mir mit einem breiten Grinsen entgegenstellte. Fassungslos setzte ich mich an den Küchentisch, der seine Farbe gewechselt hatte und begann mit dem Mantel über den Knien in der Zeitung zu blättern. Je mehr Artikel ich las, desto lauter mußte ich lachen. Diese Ausgabe der Zeitung hatte sicherlich jemand auf mich hin zugeschrieben. Auch wenn ich die Namen der Autoren nicht wiedererkannte, so hatten sie doch alle nur eines im Sinn gehabt, nämlich mich zu amüsieren.
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Performance

Meine Eltern schritten voraus. Ich mit keuchenden Schritten hinterher. Das gemusterte Kopftuch meiner Mutter flatterte im Wind. Obwohl sie so drall war, hielt sie gut Schritt mit meinem Vater, der ihr von der Größe her glich, aber schlank war. Essen, das war das einzig wichtige im Leben meiner Eltern und bestimmte ihren Rythmus und Tagesablauf. Wenn das Mittagessen einmal nicht pünktlich um 12.00 Uhr auf dem Tisch stand, stieß mein Vater wütende Schreie aus. Sie kochte deftige schwäbische Mahlzeiten. Linsen mit Spätzle, Sauerkraut mit Eisbein, Gulasch, Gaisburger Marsch, ganz so wie mein Vater es als echter Schwabe liebte. Wenn alle heftig schmatzten, saß ich immer da und kostete nur wie ein Spatz von meinem Teller. Aus den Augenwinkeln beobachtete ich dann meine Mutter. Sie aß nicht, sie fraß wie ein Tier. Sie war ein Kriegskind, aber war dies eine Entschuldigung? Das Essen war immer über ihren Tellerrand verteilt und ständig schob sie sich sabbernd mit ihren teigigen Fingern das Fleisch in den Mund.
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Die Überführung

Der Fahrtwind säuselte. Ich hatte das Fenster geöffnet hatte. Die nervösen Hände meines Vaters fuhren über das Lenkrad. Sein Fuß drückte das Gaspedal durch. Ich mußte daran denken, daß seine Füße klein waren. So klein, daß er Probleme hatte, das richtige Schuhwerk als Mann zu finden. Und daß ich ihn um 10 cm überragte "Bist du dir deiner Entscheidung immer noch sicher? Dort wirst du keine weiten Felder finden für ausgedehnte Spaziergänge." Ausflüge mit meinen Eltern ins Moor. Wandelnd auf einem schmalen Holzsteg. Der Ruf der Tiefe gellte. Würde ich es schaffen, den Weg zu passieren, ohne auszurutschen? Die Vögel kreischten unwirklich. Jedesmal, wenn wir die Pforte erreichten zu dem letzten Stück, betrachtete ich das verlassene Führerhäuschen mit den verblichenen Postkarten darin. Eine Alleinsein machte sich über mich her, obwohl da vorne meine Eltern schritten.
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Weihnachtsmarkt

Es war eiskalt. Sie trug Mantel und Schal. Die nackten Hände trug sie zu Fäusten geballt vor sich her. Sie schnupperte. Es roch nach Schnee. Sie betrachtete die kleine dampfende Lokomotive. Große vor Freude juchzende Kinderaugen traten ihr hinter dem Rauch entgegen. Sie lief weiter und Schlittschuhläufer gruben ihre blanken Kufen in die Oberfläche der Eiskruste. Das Geräusch vermischte sich mit dem Klirren von durchsichtigem Weihnachtsbaumschmuck und dem Kinderchor, der aus der Bude nebenan tönte. Der Duft nach frisch gebrannten Mandeln und Lebkuchen schien die von Würstchengeruch geschwängerte Luft zudecken zu wollen.
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Im Zoo

Sie schaute die rosafarbenen Flamingos an, wie sie wackelig zu einer Horde aufgebaut auf einem Bein standen. Plötzlich reckten sie im Pulk die Flügel und deren Unterseite öffente sich. Sie waren dort dunkler, kein zartrosa, ein leuchtendes pink. Und sie dachte, wie kitschig sie doch seien und daß dieser Kitsch durch seine Trivialität enfach grausam war. So kitschig wie das Schatzkästchen ihres Sohnes, der jetzt neben ihr stand und ebenfalls auf die Flamingos starrte. Dieses Schatzkästchen hatte er ihr neulich, als sie im Begriff war, sich von ihm zu verabschieden, ganz stolz und geheimnisvoll gezeigt. Er fragte sie: "Rate mal, was da drinnen ist." "Perlen vielleicht?" Langsam, um die Spannung zu steigern, öffnete er den Deckel der kleinen Kiste. Und es offenbarten sich viele Muscheln in verschiedenen Größen. Er nahm eine der kleineren Muscheln und übergab sie ihr stolz mit den Worten, so als ob er ihr ein Abschiedsgeschenk machen wolle: "Da, schenk’ ich dir!" Mit einer gewissen Wehmut, gerührt von dieser netten kleinen Geste hielt sie die winzige Muschel, die auf der Innenseite perlmuttfarben leuchtete, mit der geriffelten weißen Oberseite, die sich nach außen wölbte, auf der flachen Hand, so als zögerte sie noch, dieses teure Geschenk anzunehmen und insgeheim dachte sie, daß sie gerne auch das Gegenstück dazu gehabt hätte, um sich dann in die Öffnung hineinzubegeben, sie zu verschließen, um selber geschützt von der Muschel wie eine Perle im Schatzkästchen ihre Sohnes verschwinden zu können.
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338
Date: Sun, 25 Apr 2004 21:11:27 +0200
Subject: Leserforum

Hallo Bodo, Hallo Leute,

meinen Beitrag vom 26.02.04 möchte ich an dieser Stelle noch etwas vertiefen mit einem erhellenden Zitat aus "Das Bilderbuch der Träume" von Hildegard Schwarz und Norbert Teupert, Seite 82.
Hier das Zitat:"Die in der Kindheit entstandene Charakterprägung, das heißt das sich aus der Beziehung zu Eltern, Milieu und Umwelt entwickelte Verhaltensmuster, wird noch vom Erwachsenen praktiziert, obwohl es sich als ungenügend erweist, ..., und zu Komplikationen führt.
daraus entsteht die Notwendigkeit, sich mit der Eltern- Kindbeziehung auseinanderzusetzen, das erlernte Verhaltensmuster zu erkennen und es schließlich zu verändern. Es handelt sich hier um erlerntes Verhalten, ein Programm, das sich prinzipiell umschreiben oder löschen läßt."
So weit das Zitat.
Schön wär's, wenn das Umschreiben so einfach wäre.
Manche Verhaltensmuster aus der Kindheit sind leider aus unbewältigten Angstsituationen oder aus Schuldgefühlen heraus entstanden, sodass die alten bewußten oder unbewußten Ängste wieder in der gleichen Weise von einem Besitz ergreifen wie damals in der Kindheit. Oftmals sind es auch halb unbewußte oder auch schon längst vergessene Situationen aus ganz früher Kindheit, die angstbesetzt auch heute noch unser Verhalten und Denken beeinflußen. Erschwerend kommt häufig auch noch dazu, dass eine Klärung der angstbelasteten Situation aus der Kindheit oftmals daran scheitert, dass die angstauslösenden Momente auch heute noch genauso gültig sein können wie damals in der Kindheit; dann ist eine Um- bzw. Neuprogrammierung des Charakters nicht so leicht möglich. Das ist dann genau die Situation, in der sich der an Schizophrenie Erkrankte befindet.
Oftmals - je nach Kindheitsituation - gibt es nicht nur eine Verhaltensstörung sondern so viele, dass der Betreffende sich außerstande fühlt, seinem Leben Sinn und Richtung zu geben und es gemäß seinen Wünschen aktiv zu gestalten.
Die Manifestation der Erkrankung mit dem Auftreten der psychotischen Schübe ist nicht der Anfang der Erkrankung sondern das Eingeständnis des psychischen Reparatursystems, dass eine Charakteränderung mittels der Traumbotschaften so einfach nicht mehr möglich ist.

Alles Gute

Reinhard

Für Zuschriften: r.riss@web.de


337
Date: Mon, 12 Apr 2004 18:07:49 +0200
Subject: Psychose

Hallo,
mein Sohn bekam nach jahrelangem schwerem Kiffen eine Psychose mit Verfolgungsideen, d.h. kurz vorher hatte er plötzlich nach Jahren radikal mit Kiffen aufgehört, weil sein Abitur bevorsteht.
Wegen der Verfolgung wollte er sich dann umbringen und landete in der Psychiatrie, dort bekam er zunächst Zyprexa,das er ganz gut vertrug, das aber zu einer rapiden Verschlechterung der Leberwerte führte, er wurde von der Akutpsychiatrie auf eine offene Station verlegt.
Dort wurde Zyprexa durch Solian 400 mg ersetzt, das verträgt er garnicht gut, er kann sich garnicht mehr konzentrieren.
Was dann auch das aus fürs Abitur wäre.
Der Arzt meint, das würde über die Nieren ausgeschieden.
Der Wahn ist ziemlich schnell weggegangen.

Was tun???
Kann man riskieren einfach abzusetzen, ohne dass die Psychose wiederkommt, das möchte er gerne.
Er hasst die Medis.

Diagnosehypothesen sind Manie oder schizoaffektive Psychose. Genau wissen sie es nicht.
Gibt es noch Erfahrungen mit Psychose und Cannabis, wie sind die Chancen, dass das eine einmalige Erfahrung bleibt.

Bin froh um jeden Beitrag,
meine e-mail
sharon@multimedica-software.de

sharon


336
Date: Fri, 12 Mar 2004 15:49:01 +0100 (MET)
Subject: Leserforum

Hallo Bodo, Hallo Leute,

Bodo vielen Dank für Deine Antwort. Ich muß doch noch einiges zu Stoffwechselstörung als Ursache von Psychosen loswerden. Als Biologe stört mich die unseriöse Diskussion. Es wäre ein Wunder, wenn der enorme Stress einer akuten Psychose keine Auswirkungen auf den Stoffwechsel hätte. Jeder weiß, dass Stress den Blutdruck in die Höhe treibt. Also wäre hoher Blutdruck eine Ursache für Stress, wenn man der Argumentation der Ärzte in Bezug auf Psychosen (Stoffwechselstörung ist Ursache, nicht Folge) folgt. Beruhigungspillen helfen gegen Stress und senken den Blutdruck, also nimm (lebenslang) Beruhigungspillen, um die Stresswirkungen zu verhindern. Das ist für mich die Logik für biologische Ursachen einer Psychose. Dann doch eher Stressmanagement, um die Gesundheit wiederherzustellen. Genauso ist es für mich bei Psychosen - Management mit aller Hilfe, die man kriegen kann. Internet (Informationen), Mitmenschen und auch Medikamente, soweit erforderlich, in enger Wechselwirkung sind meine Managementstrategie. So sehe ich auch Psychotherapie als eine Möglichkeit ("Versuch und Irrtum" nicht nur bei Medikamenten!) weiterer Verbesserung. Ich habe bereits gute Erfahrungen mit "therapeutischen Gesprächen" (privat bezahlt) gemacht, aber langfristig stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr, so dass die Therapie nur als Kassenleistung in Frage kommt. Ich werde Euch über Erfolg/Mißerfolg informieren, wenn es soweit ist. Wenn man nur biologische Ursachen für eine Psychose annimmt, heißt das im Umkehrschluss Du kannst nichts dagegen unternehmen (außer brav die Pillen schlucken). Du musst nicht an Dir und Deinen Beziehungen arbeiten. Ergib Dich klaglos Deinem Schicksal! Das finde ich verheerend für die Betroffenen. Jedenfalls ging es mir so. Besonders belastend finde ich auch die Infantilisierung und Depersonalisierung in den psychiatrischen Krankenhäusern. Man wird als eigenständige Person nicht mehr ernst(wahr-)genommen. "Professionelle" Hilfe war das Ganze für mich nicht. Da muss sich noch viel verändern. Viel hilfreicher sind da schon ehrliche und offene Mitmenschen, die einen nicht im Unklaren lassen, was sie von einem halten und wie sie den jeweiligen "Entwicklungsstand" des Betroffenen sehen (auch wenn es wehtut). Ehrlichkeit setzt Achtung und Vertrauen voraus und genau das wird auch vermittelt. So, genug für heute. Ich würde mich über Post unter jogis1@gmx.de freuen.

Liebe Grüße an alle
Georg


335
Date: Thu, 11 Mar 2004 09:48:13 +0100
Subject: Forum-Beitrag

Liebe Leute,

ich bin in einer unglückseligen Situation und brauche Euren Rat. Vor Jahren erkrankte ich an einer Psychose und bin seit längerer Zeit in Behandlung. Meine Arbeit habe ich verloren und bin seit über einem Jahr krankgeschrieben. Ich soll und will eine medizinisch-berufliche Reha machen, um wieder arbeitsfähig zu werden.

Das Problem ist die hohe Wartezeit von einem halben Jahr oder mehr. Ich habe nichts zu tun, und mir graut davor, so ein halbes Jahr zu verbringen. Es besteht aber die Möglichkeit, die Wartezeit mit Ergotherapie oder in einer Tagesklinik zu verbringen. Trotzdem graut mir vor der langen Wartezeit.

Dazu kommt, dass in einem halben Jahr mein Krankengeld ausläuft und ich dann weniger Geld bekomme. Dann wird es eng.

Hat jemand Erfahrung mit diesen Problemen und ist bereit, darüber zu berichten?
Für Eure Zuschriften bedanke ich mich im Voraus.

Viele Grüße
Euer M.

Hannover.Love@web.de


334
Date: Mon, 8 Mar 2004 08:14:45 EST
Subject: Leserforum

Ich bin eigentlich ganz normal aufgewachsen. Hatte Hobbys ( Fussball, Tennis, Ski, usw.), machte die mittlere Reife ohne Probleme und begann danach eine Ausbildung als Industriekaufmann, die ich nach 3 Jahren erfolgreich abschloss. Noch während meiner Schulzeit kam ich unregelmäßig in Kontakt mit Cannabis, was ich dann während meiner Ausbildung täglich konsumierte. Später kamen dann noch verschiedene andere Drogen dazu, welche ich nach kurzer Zeit regelmäßig (mindestens jedes Wochenende) nahm. Größere Probleme während der Lehre hatte ich allerdings durch den Drogenkonsum nicht, so dass ich danach bei der Firma übernommen wurde. Nach einem halben Jahr dann stand der Zivildienst an, den ich in einem Alten- und Pflegeheim als Hausmeister begann. Meine Eltern hatten auch schon vor längerem mitbekommen, dass ich Drogen nahm, was mich sehr belastete, da sie mich einfach nicht verstehen konnten. Nun beendeten auch noch 2 Zivis, mit denen ich gearbeitet hatte den Zivildienst, so dass die ganze Arbeit an mir hängen blieb, was mich auch wieder überlastete. In dieser Zeit musste ich mich natürlich auch noch in ein Mädchen verlieben, die nur ein freundschaftliches Interesse an mir hatte. Durch Liebeskummer erhöhte sich mein Cannabiskonsum und schon war ich erleuchtet und hatte die Weisheit mit Löffeln gefressen. Nach kurzer Zeit bekam ich dann Verfolgungsideen die mich in Verbindung mit Speed ziemlich agressiv machten. Das führte mich dann 6 Wochen lang auf die geschl. Station einer Klapse. Dort wurden mit Haldol meine Gedanken wieder in normale Bereiche medikamentiert. Danach machten mir starke Minus-Symptome (kein Antrieb, keine Interessen, Gefühllosigkeit, Gedankenlosigkeit) und eine Sitzunruhe (Zeldox) zu schaffen. Kurze Zeit danach ging ich in eine Tagesklinik, wo ich auf Solian und Risperdal umgestellt wurde. Das beendete die Sitzunruhe. Nach 2 1/2 Wochen beendete ich die Therapie in der Tagesklinik, da ich nicht belastbar genug war. In den nächsten 8 Monaten verbesserte sich mein Zustand nur sehr sehr langsam. Die einzigen Gründe, dass ich diese Zeit überlebt habe sind meine Eltern und zwei Freundinnen, die mich regelmäßig besucht und aufgemuntert haben. Ca. 8-9 Monate nach meiner Akut Phase habe ich eine medizinische Reha begonnen, die mich innerhalb von 5 Monaten wieder etwas herstellte. Eigentlich wollte ich dort noch für 6 Monate eine berufl. Reha machen, was dann leider nicht klappte da ich wegen Alkoholmissbrauchs disziplinarisch entlassen wurde. Jetzt, 3 Monate nach der Reha, bin ich 4 Std. arbeitsfähig und hoffe, dass ich die nächsten Monate einen Job finde, der mich nicht über-, aber auch nicht unterfordert. Illegale Drogen hab ich seit meiner Psychose nicht mehr genommen, was nicht immer leicht war. Zur Zeit nehme ich 200mg Solian und 200mg Seroquel, was ich eigentlich ganz gut vertrage. Ein AD werde ich die nächsten Wochen versuchen auszuschleichen, da ich es vermutlich nicht brauche. In Absprache mit meinem Arzt werde ich wohl im Herbst versuchen die NL mal langsam ganz auszuschleichen. Hoffe es klappt.

Liebe Grüsse

Manuel


333
Date: Fri, 5 Mar 2004 14:58:10 +0100
Subject: Leserforum

Mein Leben ist wunderbar.
Einen lieben Ehemann (Bauchkribbeln auch nach 14 Ehejahren noch).
Zwei tolle Kinder (Mädchen 7und 12 Jahre).
Schöne und gemütliche Wohnung.
Konto und Sparbücher voll im grünen Bereich.
Stellung als Bürohilfe in Spedition mit Schwerpunkt Finanz und Lohnbuchhaltung.
Glücklicher und Zufrieden kann man nicht mehr sein.
Voller Zukunftspläne.
Nie körperliche oder psychische Probleme oder Beschwerden.
Was ist das?
Bodenständig, Selbstbewusst, Attraktiv, voll im Leben, das sind meine Gefühle.
Am 31.01.2003 habe ich einen ambulanten OP-Eingriff an der Gebärmutter.
Nach drei Tagen bekam ich höllische Schmerzen.
Bekam wegen einer Entzündung 4 Stck. Zithromax uno.
Zum besseren abbluten Progynon C Tabl. 0,02 mg., die Pille Yasmin und Ibuprofen 800 mg gegen die Schmerzen.
Am/Ab ca. Mitte Februar bekam ich Angst. Angst auf einmal an Krebs zu sterben.
Eine wahnsinnige Unruhe. Bekam schlecht Atemluft und mir tat der Brustkorb weh.
Ging zum Internisten und bat ihn mich auf Lungenkrebs zu untersuchen.
Er meinte nur:“Sie sind eine Frau, Frauen haben einen 7.Sinn für Ihren Körper.
Sie sind über 30 und rauchen auch noch! Ihre ersten Krebszellen haben sie sich sowieso schon in der Lunge gezüchtet.
Ich hoffe sie haben genug Angst und nutzen Diese um mit dem Rauchen aufzuhören!“
Ich verließ die Praxis nicht mehr als Mensch.Ich war nur noch ein Angstbündel.
Konnte nicht mehr schlafen, essen, mich auf nichts mehr konzentrieren.
Machte einen Termin beim Lungenarzt.
Dieser röntgte mich und gab entwarnung.Diese konnte mich aber nicht mehr beruhigen.
Immer noch panische Angst, kaum Realitätsgefühl, keinen klaren Gedanken.
18. März 2003 zu Hausarzt:
1 Imap-Spritze und von da an 75 mg. Doxepin.
Für ca. 3 Tage konnte ich fast wieder denken.Das Gefühl des Krankseins blieb.
Weiterhin starke Angst vorm sterben.
Sprach mit Mitmenschen, hörte nicht hin und dachte immer nur wie diese Menschen wohl mal sterben; auch meine beiden Kinder.
Bin nurnoch ziellos Rumgelaufen, voller Angst, konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Am 12.04.2003 brachte mich meine Mutter in die Psychiatrie nach Langenfeld.
Akutstation:
Dort sofort Doxepin auf 300 mg p.Tag.Gleichzeitig innerhalb der nächsten 6 Wochen Seroquel bis 800 mg dosiert.
Ich konnte nun an gar nichts mehr denken, nur noch sterben.
Plante am 14.06.2003 meinen Suizid durch Klinge.Wurde von einer Mitpatientin auf der Station verraten.
Arzt stellte Medis um auf 300 mg Trevilor und Zeldox 100 mg.
Keine Gedanken, keine Gefühle.
Erkenne meine Kinder nicht mehr.
Ehemann kommt jeden Abend nach 14 Std. Arbeitstag (Tankwagenfahrer) in die Klinik und bleibt bis 22:00 Uhr.
Keine Emotionen, kein Ich-Gefühl.
Angst ist durch das Tavor 2mg-2mg-2mg reduziert.
Am/Ab 17.07.2003 Medikamentenumstellung durch Chefarzt auf 5-0-5 Zyprexa und 225 mg Anafranil .
Die erste Woche intravenös, dann Retardtabletten abends.
Mit diesen Medikamenten plötzlich Entlassung am 07.11.2003.
Völlig instabil.
Kein Persönlichkeitsgefühl, kein realistisches Denken, nur Suizidgedanken.
Irgendwas in mir sagte trotzdem:“weitermachen!!!“.
Psychiaterin gab neue Medis.
Ab 04.02.2004 Zyprexa 0-0-2,5 Zoloft 100-0-0.
Bekam etwas realistisches Gefühl, trotzdem viel, viel Angst.
Durazanil 6 0-0-1 zum schlafen und es beruhigt auch noch am Tag.
Wieder Angstzustände, Gedanken wie:“Irgendwann müssen wir sowieso alle sterben!“machen mich fertig.
Zwischendurch immer das Gefühl nicht real zu sein bleibt.
Kann mich noch immer nicht auf irgendwas konzentrieren.
Versuche mich ständig krampfhaft abzulenken, klappt nicht wirklich.
Meine Kinder kann ich nur mit Unterstützung meiner Freundin versorgen.
Keine Emotionen, denken stark eingeschränkt.
Traue mich nicht mehr aus dem Haus, weil ich stark Konzentrieren muss, was ich draußen eigentlich will und dass ich den Weg wieder nach hause finde.
Funktioniere nur noch aus Erinnerungen heraus.
Kann kein Auto mehr fahren, kein Fernsehen, keine Zeitung mehr lesen, kein ablenken mehr möglich.
Ist das noch leben?
Immerwieder kommen mir Bilder aus meinen elenden Träumen vor Augen, die ich nachts, wenn ich denn mal richtig schlafen konnte, träumte.
Ich will sie nicht, sie kommen einfach unkontrolliert, sind das die Medikamente?
Mein Lebensgefühl geht von hier bis jetzt.
Ich kann nicht mehr für den nächsten Tag, oder Woche planen.
Vergesse jeden Tag das Datum, Wochentag oder Uhrzeit.
Meine Merkfähigkeit ist gleich null.
Nebenher oder zusätzlich angeordnete Antidepressiva oder Höherdosierungen lösen bei mir nur noch mehr Angstgefühle und Horrorgedanken aus.
Zurzeit nehme ich Medikamente:
Zyprexa 2,5 0-0-1
Zoloft 100 1-0-0
Solian 200 0-0-1
Amitriptylin 50-0-50
Durazanil 6 0-0-1 + nach Bedarf bis zu 3 Stck.tägl.
Bin nur noch eine Maschine, kann kaum noch denken.
Zittere den ganzen Tag ununterbrochen am ganzen Körper, jeder Muskel, jeder Knochen tut mir weh.
Egal.
Kein Realitätsgefühl, kein Ich-Gefühl, Arbeiten unmöglich.
Warum lebe ich eigentlich noch?
Es hat doch eigentlich alles keinen Sinn mehr.
Was ist das, was da noch in mir kämpft?
Mein Mann, meine Eltern, meine Freundin (sie begleiten mich seit dem 1.Tag intensiv),
sind der Meinung, dass ich vielleicht gar keine Medikamente mehr brauche oder vertrage.
Dass es Anfang letzten Jahres nur kurzfristige Nebenwirkungen von diesen 4 Medikamenten waren?
Seitdem war ich ja nie wieder ohne hochdosierte Medis.
Traue mich aber nicht sie alleine abzusetzen, habe zu viele gesehen, die deshalb wieder in die Klink zurückkamen.
Das wäre mein sicheres Todesurteil.
Sieben Monate Akutstation in der Psychiatrie haben bei mir nichts gebessert.
Meinung meiner Psychiaterin:“Sie brauchen noch mehr Medikamente, damit ich endlich mal zur Ruhe komme!“.
Können die Psychopharmaka meine jetzige Emotionslage auslösen?
Bin fertig, kann nicht mehr lange.
Bin ich ein Psychischer Pflegefall?

Aus Köln, 32 Jahre.


332
Date: Fri, 5 Mar 2004 15:45:31 +0100 (MET)
Subject: Bemerkungen

Hallo Bodo,
ich verfolge Deine Seite schon längere Zeit. Du wirst immer besser (links). Heute habe ich mir Deine Geschichte erstmal genauer durchgelesen und viele Parallelen zu mir festgestellt. Ich hatte mittlerweile 3 akute (schizoaffektive)Psychosen mit zwangsweisen Klinikaufenthalten. Bevor ich Deine Geschichte gelesen habe, war ich etwas verwundert über die relativ positive Darstellung der Elektroschocks in "Wissenswertes über Psychosen" und auch bei der Übernahme der "offiziellen" Krankheitsdefinition (primär gestörter Gehirnstoffwechsel). Je mehr ich mich mit der Sache auseinandersetze, um so mehr komme zu dem Ergebnis, dass der Gehirnstoffwechsel sekundär durch die psychotischen Wahrnehmungen durcheinanderkommt. Insofern sind die Medikamente schon sehr nützlich, um schnell in die Realität zurückzufinden. Ich bin aber der Meinung, dass Psychosen eine Bedeutung haben, in dem Sinn, dass innere Konflikte in einer zunächst nicht verständlichen Symbolik zum Ausbruch kommen.

Für Außenstehende würde ich eine Psychose am ehesten als "Seelenfieber" oder auch als Auflösung der (zu eng gewordenen) Ichgrenzen beschreiben, um diese dann neu zu definieren. Ich suche immer noch eine für Außenstehende fassbare Beschreibung, weil ich denke, dass dies wichtig für einen besseren Umgang mit Betroffenen ist. Dauerhaft Medikamente einzunehmen, kann nur eine Behelfslösung sein, solange Sinn und Zweck der "verrückten" Erlebnisse nicht geklärt ist, im Sinne einer sinnvollen Integration des Ganzen in die eigene Person. Deshalb strebe ich auch eine Psychotherapie für mich an, um das Ganze hoffentlich sinnvoll einzuordnen. Dies muss aber der Therapeut machen, da man als alter "Psychotiker" sehr vorsichtig mit Sinnzusammenhängen sein muss. Momentan fühle ich mich eigentlich wohl und denke nicht, dass es mich nochmal erwischt.

Medikamente will ich auf lange Sicht absetzen, weil sie ja doch mehr oder weniger "einmauern" und ich denke, dass meine "alte Form" mit Medikamenten nicht wieder erreichbar ist. Mich würde deine Meinung zu dem Ganzen schon interessieren, leider habe ich noch keine private E-Mail (evtl. übers Forum? Deine Entscheidung, ob Du das Ganze ins Forum stellst.

Mit den besten Wünschen für Dich
Georg

Bodo:
Danke Georg für Deinen Beitrag. Ich glaube auch, dass eine seelische Problematik Auslöser für eine Psychose ist. Das Potenzial dafür hat sich in den Jahren vor dem Ausbruch angesammelt, vielleicht schon seit der Kindheit und nun braucht es irgendeinen Anlass, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Natürlich basiert alles irgendwie auf einem Stoffwechsel. Aber genauere Erklärungen und Ursachen zu liefern, dazu ist die Medizin und die Gehirnforschung derzeit nicht in der Lage. Im Prinzip ist das Gehirn noch eine "black box" und die (medikamentöse) Behandlung "try and error". Ob eine Psychotherapie wirklich hilft, wage ich zu bezweifeln. Ich hoffe, Du musst es nicht selbst bezahlen.

Ebenfalls Alles Gute für Dich


331
Date: Thu, 26 Feb 2004 22:13:14 +0100
Subject: Leserforum

Hallo Leute,

ich wende seit einem halben Jahr die Traumdeutung nach der Methode von Ann Faraday, die sie in ihrem Buch "Träume, Wege zur Selbsterkenntnis" darlegt, an. Dabei stelle ich mich den pschychotischen Ängsten so wie es in dem genannten Buch bei Träumen und Albträumen empfohlen wird.

Ich versuche die Stimmen als Topdogs anzugehen, - das sind Vorstellungen aus meiner Vergangenheit, die ich ungefiltert und leichtgläubig angenommen habe und die mich nun unterdrücken und meine innere Freiheit und damit auch meine Handlungsfreiheit lahm legen, - ihre Widersprüche zu entdecken und sie mit dem gesagten Unsinn zu konfrontieren. Manche Topdogs sind sehr hartnäckig und lassen sich nur nach wiederholten Konfrontationen in die Schranken weisen, weil sie Teil eines größeren Komplexes sind.

Ich gehe dabei von der Annahme aus, dass die Angst machenden Halluzinationen und Stimmen "Träume" sind, die sich nicht mehr darauf beschränken nur im REM-Schlaf aufzutreten sondern in das Tagesbewußtsein eindringen, weil die Probleme des betreffenden Individuums so dringlich der Lösung harren, dass das Tagesbewußtsein gezwungen werden soll sich den ungelösten Problemen zu stellen. Bekanntermaßen verdrängen viele ihre Träume und in noch stärkerem Maße ihre Albträume, sodass Träume in solchen Fällen ihre Intentionen nicht mehr erreichen können.

Was habe ich nun bisher erreicht? Ich kann noch kein abschließendes Urteil bekannt geben. Nur das, dass Vorstellungsmüll, den man in Jahrzehnten seines Lebens so angehäuft hat, sich nicht so schnell ausräumen läßt. Andererseits ist mein Bedarf an Neuroleptika spürbar gesunken. Und meine Ängste haben sich zurückgebildet.

Alles Gute
Reinhard


330
Date: 25 Feb 2004 15:46 GMT
Subject: Pahaschi Leserforum Neuer Beitrag

Hallo ich bin es Dreamy. Inzwischen 32 Jahre alt. Hatte in den Jahren 2000 zwei grosse Beiträge über meine ersten Erfahrungen mit einer schizophrenen Psychose geschrieben. Inzwischen sind wieder über 4 Jahre vergangen und ich habe wohl gelernt mit meinen zeitweiligen Zuständen umzugehen. Zur Zeit nehme ich Sulpirid täglich 100-200mg. und komme damit entsprechend klar. Zuvor nahm ich Solian was für mich starke Nebenwirkungen seitens der Gewichtszunahme bedeutete. Sulpirid verändert einen körperlich nicht so extrem. Ebenfalls hatte ich ja auch Beiträge geschrieben bezüglich meiner Homosexualität. Psychose und Homosexualität was für eine Zusammenstellung? Nein inzwischen habe ich erfahren dass diese Veranlagungen ziemlich oft in einer Verbindung auftreten. Eine glückliche Beziehung von drei Jahren habe ich hinter mir obwohl ich eingestehen muss dass es mir in dieser Zeit besser wie nie zuvor ging. Die Stabilität durch einen Partner ist sehr stark und hilft ungemein. Das grösste Manko was ich habe ist dass ich mich ziemlich alleine fühle und mich sehr stark nach einem Mann sehne der vielleicht mit den selben Problematiken zu tun hat und Verständnis für mich aufbringen kann. Naja wo findet man heute noch einen Partner der ernsthaft mit einem zusammenleben möchte? Immer seltener. Wenn es Dich gibt würde ich mich freuen von Dir zu hören. Inzwischen lebe ich wieder in dem guten alten Koblenz wo ich aufgewachsen bin und bin auch sehr glücklich wieder in der Nähe von Familie und Bekannten zu sein. Gerade mit einer gewissen psychischen Labilität ist man froh vertraute Gesichter um sich zu haben. Eine Beziehungspsychose hatte ich erst vor kurzem. Ich war ohne Ende verliebt aber es wurde mir nicht entsprechend entgegnet. Naja anfangs schon eher später nicht mehr. Nachdem er sich von mir verabschiedete brach für mich eine Welt zusammen und schon nach kurzer Zeit oder ich würde sagen währenddessen landete ich in einer Psychose in der die unmöglichsten Dinge abgingen. Alles in der Verbindung zu diesem Typen. Eine Psychose in Verbindung mit einer Herzensangelegenheit tat auch entsprechend weh. Inzwischen habe ich auch dies überwunden und kann behaupten alle 3-4 Jahre erlebe ich eine Psychose wobei der Zeitpunkt der Wiederherstellung in die realistische Welt immer schneller wird. Sollte es noch andere Betroffene geben die sich gerne austauschen würde ich mich freuen von Euch zu hören. Schreibt mir einfach per e-mail: Scally71@freenet.de.Würde mich freuen mit anderen darüber zu quatschen. Bis dahin alles Liebe und bis zu meinem nächsten Beitrag.
Alles Gute Euer Dreamy


329
Date: Sat, 24 Jan 2004 16:29:28 +0100
Subject: Leserforum

... auf Wunsch wieder gelöscht ...


328
Date: Sat, 24 Jan 2004 07:14:30 +0100
Subject: Leserforum

Hallo ihr lieben potentiellen Psychiatriepatienten!

Diesmal eine gute Nachricht! Ab sofort kann man im Einzugsbereich des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden in Wiesloch mit der Klinik eine Behandlungsvereinbarung abschließen. Dieses 6seitige Dokument regelt für den Fall, dass man mal akut in die Klinik muss, sämtliche Details der Behandlung, die für den Patienten wichtig sind, z.B. Medikation, Zwangsmaßnahmen, Umgang mit Angehörigen etc. Wer eine solche Vereinbarung abschließen will, kann sich das Formular bei mir kostenlos bestellen. Das Formular eignet sich auch gut als Mustervorlage, falls jemand selbst vor Ort an einer solchen Behandlungsvereinbarung arbeitet und noch Tipps braucht, wie man so etwas gestalten kann.

Meine e-Mail Adresse: nemesis94@freenet.de

Ich bemühe mich, alle Anfragen so schnell als möglich zu erledigen.

Alles Gute für euch
Gabi


327
Date: Fri, 09 Jan 2004 14:43:15 +0100
Subject: Leserforum

Hallo,

möchte gerne wissen ob jemand Erfahrungen mit Solian und dessen Nebenwirkungen hat. Kann dass sein, dass man davon Spätdyskinesien in Form von wippenden Füßen bekommen kann? Hat jemand von Euch schon solche bleibenden Schäden?

Vielen Dank im voraus für die Beantwortung der Fragen.
Kitty


326
Date: Fri, 2 Jan 2004 18:05:24 +0100 (MET)
Subject: leserforum - umdenken

Hallo,

litt auch an Schizophrenie...
Tabletten haben mir überhaupt nicht geholfen...
Habe etwas nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, daß in der Nahrung soviel schlechtes drin ist, daß es vielleicht daher kommt...
Seit 3 Monaten verzichte ich fast vollständig auf Fleisch (auch keine Eier oder Milch)und esse fast nur noch Obst (Orangen, Zitronen) und trinke fast nur noch Wasser und muss sagen, daß ich mich super fühle...
Vielleicht probiert ihr das auch mal...besser als sein Leben lang Tabletten zu nehmen...

Grüßle
der kleine Muck


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Hier findet ihr die Umfrage-Ergebnisse der letzten Jahre.

Mini-FAQ

Frage: Was heißt "Pahaschi"?

Antwort: Bodos Kurzwort für seine Diagnose - nämlich Paranoide halluzinatorische Schizophrenie. Das heißt aber nicht, daß dieses PAHASCHI-Psychose-Leserforum nicht auch für andere Psychose-Diagnosen geeignet ist.


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